Nachzählung

Landtagswahl MV 2026: Stimmen in Schwerin und Rostock nachgezählt

Grund waren Unstimmigkeiten beziehungsweise Unklarheiten in den Niederschriften. Größere Veränderungen am vorläufigen Ergebnis gab es nicht.

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Das Schweriner Schloss ist der Sitz des Landtags von Mecklenburg-Vorpommern.

Das Schweriner Schloss ist der Sitz des Landtags von Mecklenburg-Vorpommern.

© Katja Frick/Ostdeutsche Allgemeine

Nach der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern am 20. September 2026 sind Stimmen in insgesamt acht Wahlbezirken in Schwerin und Rostock noch einmal ausgezählt worden. Die Nachzählungen fanden am 23. September statt und waren öffentlich.

Hinweise auf größere Abweichungen vom vorläufigen Wahlergebnis gibt es bislang nicht. Die endgültigen Ergebnisse müssen jedoch noch von den zuständigen Wahlausschüssen festgestellt werden.

Sechs Wahlbezirke in Schwerin nachgezählt

In Schwerin ordnete Stadtwahlleiterin Juliane Rickert die erneute Auszählung von sechs Wahlbezirken an. Hintergrund waren Abweichungen zwischen den am Wahlabend übermittelten Schnellmeldungen und den Niederschriften der Wahlvorstände. Teilweise war ein zuverlässiger Abgleich wegen der Qualität der Unterlagen nicht möglich.

Nach Angaben der Stadt wurden bei der Überprüfung keine nennenswerten Abweichungen vom am Wahlsonntag gemeldeten Stand festgestellt. Die leichte Häufung solcher Fälle könnte nach Einschätzung der Stadtwahlleitung mit dem Einsatz vieler neuer Wahlhelfer zusammenhängen. Ob die betroffenen Wahlvorstände an den angebotenen Schulungen teilgenommen hatten, soll noch geprüft werden.

Der Schweriner Wahlausschuss kommt am 25. September um 11 Uhr zu einer öffentlichen Sitzung zusammen. Dabei soll das amtliche Endergebnis für die Wahlkreise 8 und 9, das sind Schwerin I und II, festgestellt werden.

Auch in Rostock wurden Stimmen erneut ausgezählt

Eine Nachzählung gab es ebenfalls in Rostock. Gemeindewahlleiter Dr. Dirk Zierau ließ die Stimmzettel der Wahlbezirke 231 und 301 im Landtagswahlkreis 7 - Hansestadt Rostock IV erneut prüfen. Die öffentliche Auszählung fand im Rostocker Rathaus statt.

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Nach Angaben eines Mitarbeiters der Gemeindewahlleitung waren Unstimmigkeiten in den Niederschriften der Anlass. Auch in Rostock soll die Neuauszählung lediglich geringe Abweichungen vom vorläufigen Ergebnis ergeben haben. Genaue Angaben dazu, wie viele Stimmen korrigiert wurden und welche Parteien oder Bewerber betroffen waren, liegen bislang nicht vor.

Das amtliche Endergebnis für die vier Rostocker Wahlkreise soll der Gemeindewahlausschuss am 28. September in öffentlicher Sitzung feststellen.

Ändern die Nachzählungen das Wahlergebnis?

Nach dem derzeitigen Informationsstand gibt es keine Hinweise darauf, dass die Nachzählungen in Schwerin und Rostock die Reihenfolge der Wahlergebnisse bei den Parteien oder die Vergabe der Direktmandate verändern. In beiden Städten ist lediglich von geringen beziehungsweise nicht nennenswerten Abweichungen die Rede.

Die erneuten Auszählungen sind Teil der Kontrolle der vorläufigen Wahlergebnisse. Bevor die Wahlausschüsse die amtlichen Ergebnisse feststellen, können nicht nachvollziehbare Angaben, Übertragungsfehler oder unvollständige Niederschriften überprüft werden.

Nach den vorläufigen Ergebnissen ist die SPD sowohl in Rostock als auch in Schwerin stärkste Kraft. In Rostock erreichten die Sozialdemokraten 36,8 Prozent der Zweitstimmen und lagen damit vor der AfD mit 25,5 Prozent. Die Linke kam auf 12,6 Prozent, die Grünen erzielten 11,3 Prozent.

In Schwerin fiel der Vorsprung der SPD etwas geringer aus: Sie erhielt 38,7 Prozent, gefolgt von der AfD mit 29,7 Prozent. Die Grünen erreichten 9,0 Prozent, die Linke 7,9 Prozent. Auch bei den Direktmandaten setzte sich die SPD durch: Nach dem vorläufigen Stand gewann sie alle vier Rostocker sowie beide Schweriner Wahlkreise.

Die Ergebnisse sind noch nicht endgültig, die Nachzählungen in beiden Städten sollen aber nur geringe beziehungsweise keine nennenswerten Abweichungen ergeben haben.

Wann steht das endgültige Wahlergebnis für MV fest?

Das endgültige Ergebnis der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern wird vom Landeswahlausschuss am kommenden Mittwoch, 30. September, festgestellt. Die öffentliche Sitzung beginnt um 10 Uhr im Landesamt für innere Verwaltung in Schwerin.

Der Landeswahlausschuss prüft unter anderem die endgültige Zahl der gültigen und ungültigen Zweitstimmen, die Stimmenanteile der Parteien, die Sitzverteilung im neuen Landtag und die Namen der über die Landeslisten gewählten Abgeordneten. Im Anschluss an die Sitzung kann das endgültige Wahlergebnis für Mecklenburg-Vorpommern bekannt gegeben werden. Bis dahin bleiben die bisher veröffentlichten Zahlen formal vorläufig.

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