Zur Landtagswahl in Sachsen-Anhalt am 6. September sind 15 Parteien mit ihren Landeslisten zugelassen. Die Wahlvorschläge von drei weiteren Parteien wies der Landeswahlausschuss bei seiner Sitzung in Magdeburg am Freitag zurück. Betroffen seien die KPD, Die Libertären sowie die Partei der Vernunft, teilte Landeswahlleiterin Christa Dieckmann mit.
Antreten dürfen neben den derzeit im Landtag vertretenen Parteien CDU, AfD, Linke, SPD, FDP und Grüne unter anderem auch das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW), die Freien Wähler und Die Partei.
AfD in Umfragen deutlich vorn
In Umfragen liegt die AfD, die vom Landesverfassungsschutz als gesichert rechtsextremistisch eingestuft wird, mit Werten um 40 Prozent deutlich vor den übrigen Parteien. Die regierende CDU von Ministerpräsident Sven Schulze folgt mit rund 24 Prozent. Grüne, FDP und BSW müssen nach den Umfragedaten um den Einzug in den Landtag bangen, auch die SPD liegt nur knapp über der Fünf-Prozent-Hürde.
AfD strebt Alleinregierung an
Die AfD strebt nach der Wahl eine Alleinregierung an und will mit ihrem Spitzenkandidaten Ulrich Siegmund erstmals in Deutschland einen Ministerpräsidenten stellen. Ob dies gelingt, hängt auch davon ab, wie viele Parteien insgesamt in das Parlament einziehen.
Die CDU schließt Koalitionen sowohl mit der AfD als auch mit der Linken aus. Sollte die AfD die parlamentarische Mehrheit verfehlen, wäre nach dieser Ausgangslage eine von den Christdemokraten geführte Minderheitsregierung denkbar. Diese wäre dann unter anderem auf eine Zusammenarbeit mit der Linkspartei angewiesen. (mit AFP)
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