Es ist Anfang April, zwischen den Stoppeln des letztjährigen Weizens sprießen Hirtentäschel und Kamille. Georg Stiegler kniet auf einem Acker an der Grenze zur Nachbargemeinde, greift in die Erde, lässt sie durch die Finger rieseln. In ein paar Tagen wird er Zuckerrüben säen, in der zweiten Jahreshälfte ernten. Ob sich das künftig noch lohnt, entscheidet sich woanders.
Reportage
Landwirte im Osten: „Wenn Ost und West gemeinsam pleitegehen – das wäre Wiedervereinigung“
Auf den Flächen einer ehemaligen LPG in Westsachsen bewirtschaftet Georg Stiegler mehr als 1000 Hektar. Noch läuft sein Betrieb. Doch welche Bedeutung sein Beruf hat, sagt ihm kaum jemand.
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„Ich führe um die 200 Telefonate pro Tag“, sagt Ackerbauer Georg Stiegler.
© Oskar Schlechter für Ostdeutsche Allgemeine Zeitung
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