Sommer 1988: Eine Bürgerinitiative unter Vorsitz der Publizistin Lea Rosh entwickelt die Idee, in Berlin "ein unübersehbares Mahnmal" für die von den Nationalsozialisten ermordeten Juden Europas zu errichten. Der Förderkreis wird unterstützt u. a. von Willy Brandt, Günter Grass, Christoph Hein, Edzard Reuter und Christa Wolf.Frühjahr 1995: Im Berliner Marstall werden die Ergebnisse eines von der Bundesregierung, dem Berliner Senat und dem Förderkreis ausgeschriebenen Wettbewerbs präsentiert. Er brachte weit über 500 Entwürfe. Juni 1995: Der Bundeskanzler Helmut Kohl verwirft den von der Jury favorisierten Vorschlag der Künstlergruppe um Christine Jackob-Marks, auf dem Gelände der ehemaligen Ministergärten eine Riesengrabplatte mit den Namen von über vier Millionen ermordeter Juden zu installieren. Frühjahr 1997: Drei kontroverse Experten-Colloquien in Berlin erzwingen eine zweite Ausschreibung.Januar/Februar 1998: Vier neue, in die engere Wahl genommene Entwürfe von Jochen Gerz, Richard Serra/Peter Eisenman, Daniel Libeskind und Gesine Weinmiller lösen erneut heftiges Für und Wider aus. Einstige Befürworter des Projekts wie Günter Grass und Walter Jens raten zum Verzicht. 18. März 1998: Voraussichtlicher Termin für die letzte Entscheidung.
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