Stellen CDU/CSU doch den Kanzler?

Laschet und Söder laden FDP und Grüne zu Jamaika-Gesprächen ein

Eine Jamaika-Koalition könnten CDU und CSU trotz der Niederlage in der Regierung halten. Jetzt wollen sie mit Grünen und FDP sondieren.

chg/dpa
2 Min
Kurz vor der Wahl hatten CSU-Chef Markus Söder und CDU-Chef Armin Laschet noch gut lachen. Mit einer Jamaika-Koalition könnten sie trotz der Wahlniederlage in der Regierung bleiben. FDP und Grüne haben jeweils eine schriftliche, fast wortgleiche Einladung zu Sondierungsgesprächen erhalten. 

Kurz vor der Wahl hatten CSU-Chef Markus Söder und CDU-Chef Armin Laschet noch gut lachen. Mit einer Jamaika-Koalition könnten sie trotz der Wahlniederlage in der Regierung bleiben. FDP und Grüne haben jeweils eine schriftliche, fast wortgleiche Einladung zu Sondierungsgesprächen erhalten. 

© AP/Thomas Kienzler

FDP-Generalsekretär Volker Wissing hatte zuvor mitgeteilt, die FDP wolle an diesem Samstag zu Gesprächen mit der Union zusammenkommen. Grünen-Chefin Annalena Baerbock hatte gesagt, die Union habe die Grünen für die kommende Woche zu Gesprächen eingeladen.

Laschet und Söder machten nach den dpa-Informationen in den Schreiben an die Vorsitzenden von Grünen und FDP deutlich, dass die Gremien der Union zum gemeinsamen Entschluss gekommen seien, für Gespräche über die Bildung einer Bundesregierung bereitzustehen. Eine Koalition aus Grünen, FDP und CDU/CSU könne ein „zukunftsweisendes politisches Projekt“ sein, das Deutschland „modernisiere und nachhaltiger mache“, aber auch „die ganze gesellschaftliche Breite“ des Landes abbilde.

Söder und Laschet: SPD hat keinen Regierungsauftrag 

Deutschland brauche aus Sicht der Union „Nachhaltigkeit in jeder Hinsicht“, betonten Laschet und Söder - sowohl beim Klimaschutz als auch bei soliden Finanzen. In den Schreiben heißt es nach diesen Informationen: „Wir tragen Verantwortung für künftige Generationen in einem umfassenden Sinn. Dieser Verantwortung müssen wir besser gerecht werden als bisher.“ Inhaltlich betonten die Parteichefs darüber hinaus die Notwendigkeit beschleunigter Prozesse sowie die Themen Digitalisierung, Weltoffenheit und Sicherheit.

Zugleich machten Laschet und Söder demnach deutlich, dass die SPD bei der Bundestagswahl stärkste Kraft geworden sei, aber „keine politische Kraft einen alleinigen Regierungsauftrag habe“. Es gebe mehrere Optionen. Dafür stünden CDU und CSU zu Gesprächen unter Demokraten zur Verfügung.

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