Wassersport

Lausitzer Seenland: Geflutete Tagebaue sollen mit Kanälen verbunden werden

Neue Kanäle im Lausitzer Seenland: Ab dem Sommer 2026 sind 50 Kilometer Wasserweg durchgängig befahrbar. Eine vollständige Durchfahrt soll bis zu 2,5 Stunden dauern.

OAZ
2 Min
Blick auf den Partwitzer See (vorn), den Geierswalder See (links hinten) und den Sedlitzer See. Mit der Eröffnung des schiffbaren Seenverbundes am 29. Juni 2026 wachsen fünf große Seen erstmals zu einem zusammenhängenden Wasserrevier im Lausitzer Seenland zusammen.

Blick auf den Partwitzer See (vorn), den Geierswalder See (links hinten) und den Sedlitzer See. Mit der Eröffnung des schiffbaren Seenverbundes am 29. Juni 2026 wachsen fünf große Seen erstmals zu einem zusammenhängenden Wasserrevier im Lausitzer Seenland zusammen.

© Robert Michael/dpa

Im Lausitzer Seenland an der Grenze zwischen Sachsen und Brandenburg entsteht in wenigen Wochen ein zusammenhängendes Wasserrevier aus fünf ehemaligen Braunkohle-Tagebauen. Wie der Tourismusverband Lausitzer Seenland mitteilte, werden der Senftenberger, Geierswalder, Partwitzer, Sedlitzer und Großräschener See durch neue Kanäle verbunden. Eine vollständige Durchfahrt soll bis zu 2,5 Stunden dauern, hinzu kämen Wartezeiten an den Schleusen.

Mit der Öffnung entsteht demnach eine zusammenhängende Wasserfläche von rund 5.300 Hektar. Zum Vergleich: Die Müritz, Deutschlands größter Binnensee, ist laut Wasser- und Schifffahrtsamt etwa 11.300 Hektar groß. Eine komplette Rundfahrt auf dem neuen Verbund umfasst etwa 50 Kilometer. Bislang waren nur der Koschener Kanal zwischen Senftenberger und Geierswalder See sowie der Barbara-Kanal zwischen Geierswalder und Partwitzer See befahrbar.

Das Lausitzer Seenland liegt etwa 140 Kilometer südlich von Berlin und 60 Kilometer nördlich von Dresden. Es besteht aus 23 Seen, die aus ehemaligen Braunkohle-Tagebauen hervorgegangen sind. In den 1980er Jahren wurden in der Lausitz nach Angaben der Lausitzer und Mitteldeutschen Bergbau-Verwaltungsgesellschaft (LMBV) jährlich nahezu 190 Millionen Tonnen Braunkohle gefördert. Die tiefen Erdlöcher wurden saniert und geflutet. So entstand die größte von Menschenhand geschaffene Wasserlandschaft Europas, schreibt der Tourismusverband. Weitere Seen sollen künftig ebenfalls durch Kanäle angebunden werden.

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Die offizielle Eröffnung ist für den 29. Juni 2026 geplant. Zu einem Festakt am Sedlitzer See werden laut Tourismusverband rund 150 Gäste aus Politik, Wirtschaft, Tourismus, Kommunen und Behörden erwartet, darunter Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) und Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU).

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