Mehrere brutale Prügeleien und Messerattacken haben sich am Wochenende ereignet – unter anderem auf der Langen Brücke in Köpenick. Dort hatten sich in der Nacht zum Sonntag ein 18- und ein 49-Jähriger angerempelt – offenbar versehentlich. „Darüber gerieten die beiden in Streit“, sagte ein Polizeisprecher. Plötzlich streckte der Jüngere den Älteren mit einem Faustschlag nieder.
Nach Angaben des Polizeisprechers schlug der 49-Jährige mit dem Kopf auf dem Boden auf und wurde bewusstlos. Er wurde mit lebensgefährlichen Verletzungen in ein Krankenhaus eingeliefert. Zeugen hielten den 18-Jährigen bis zum Eintreffen der alarmierten Einsatzkräfte der Polizei fest. Nach einer Identitätsfeststellung durch die Polizei wurde er wieder freigelassen. In der Vernehmung habe er gesagt, dass er sich von dem Älteren bedroht gefühlt habe.
Kugel ins Bein, Schüsse auf Auto, „Männergruppen“ – so geht es auf Berlins Straßen zu
Blutiger Streit: Clan-Krawall mündet in Schüssen vor Polizeiwache
Eine blutige Auseinandersetzung gab es auch am Sonntagmorgen in Wedding. Kurz nach 2 Uhr fanden Passanten in der Müllerstraße einen 28-Jährigen mit einer Stichverletzung im Gesäß.
Beamte des Polizeiabschnitts 17 leisteten Erste Hilfe. Sie legten dem Verletzten einen Druckverband an. Sanitäter der Feuerwehr behandelten ihn weiter und brachten ihn in ein Krankenhaus. Polizisten suchten die Umgebung nach dem Täter ab – allerdings vergeblich. Der Hintergrund der Tat ist noch unklar.
Lebensgefährlich verletzt durch Stiche in Oberkörper
In Neu-Hohenschönhausen gab es ebenfalls eine Messerstecherei. Am Samstagabend wurde die Feuerwehr in die Egon-Erwin-Kisch-Straße alarmiert. Vor einer Bar war es zu einer Auseinandersetzung zwischen mehreren Personen gekommen.
Ein 29-jähriger Mann erlitt dabei Stichverletzungen im Oberkörper. Die Täter konnten unerkannt flüchten. Der lebensgefährlich Verletzte wurde durch die Feuerwehr versorgt und dann mit Begleitung eines Notarztes in ein Krankenhaus gebracht. Dort retteten Ärzte mit einer Not-OP sein Leben. Sein Zustand sei stabil, mit seinem Ableben sei nicht zu rechnen, sagte ein Polizeisprecher.
„Männergruppen“ geraten vor Diskothek aneinander
Schon am Sonnabendmorgen waren laut Polizei „zwei Männergruppen“ aneinandergeraten – diesmal vor einer Diskothek in Tiergarten. Gegen 3.30 Uhr hatten Zeugen die Polizei zur Potsdamer Straße alarmiert, nachdem sie beobachten konnten, wie zwei Gruppen von jeweils rund zehn Männern aufeinander einschlugen.
Die Gruppen waren bereits in der Diskothek in Streit geraten, der sich dann auf die Straße verlagerte. Dort gingen sie schließlich mit Glasflaschen, Ketten, Fahrrädern und Pfosten für Absperrkordeln aufeinander los.
Dabei prügelten und traten mehrere Männer auf einen auf dem Boden liegenden 29-Jährigen ein – selbst noch, als dieser bewusstlos war. Das Opfer kam in ein Krankenhaus. Die Polizei nahm vier mutmaßliche Schläger fest.
Die Kripo der Polizeidirektion 2 ermittelt auch wegen eines anderen Messerangriffs: Am Freitagnachmittag waren Einsatzkräfte der Polizei zu einem Verletzten nach Moabit alarmiert worden. Nach bisherigen Ermittlungen und Zeugenaussagen war der 27-Jährige auf der Unionstraße von einem Unbekannten unvermittelt mit einem Messer angegriffen worden. Das Opfer wurde am Oberkörper und am linken Oberarm verletzt. Der Täter flüchtete. Der 27-jährige Mann wurde zunächst von Zeugen versorgt und durch alarmierte Rettungskräfte in ein Krankenhaus gebracht.
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