Leichtathletik-Auftakt

Leichtathletik-WM: Potsdamer Geher Linke Fünfter mit deutschem Rekord

Christopher Linke vom SC Potsdam lässt seinen Worten Taten folgen und gibt über 20 km die Richtung für die WM in Budapest vor. Am Donnerstag startet er erneut.

sid
3 Min
Christopher Linke hat bei der WM über 20 Kilometer Gehen den fünften Platz belegt.

Christopher Linke hat bei der WM über 20 Kilometer Gehen den fünften Platz belegt.

© Ashley Landis/dpa

Den Plan für den zweiten Teil seiner WM-Mission kennt Christopher Linke ganz genau. „Erst einmal regenerieren, nicht krank werden und dann über die 35 km“, sagte der Geher und hielt kurz inne: „Da glaube ich, dass ein zweiter deutscher Rekord fallen wird.“ Eine nationale Bestmarke ist dem Europameisterschaftszweiten bei der Leichtathletik-WM in Budapest nicht genug. Und vielleicht reicht es dann ja zu einer Medaille.

Mit seinem überraschenden fünften Platz über 20 km Gehen nahm der Potsdamer zu Beginn der Titelkämpfe in Ungarn den ersten Druck von der deutschen Mannschaft. In 1:18,12 Stunden unterbot der 34-Jährige auf dem Heldenplatz seinen eigenen deutschen Rekord um 30 Sekunden - und ließ seinen Worten damit Taten folgen.

Guter WM-Auftakt für Deutschland in Budapest

„Das ist ein guter Auftakt für das deutsche Team. Das war mein großes Ziel“, sagte der Teamkapitän und forderte wie schon vor dem WM-Start von seinen DLV-Kollegen: „Auch wenn die Vorbereitung, die Ausfälle oder was auch immer uns beeinträchtigt haben. Man soll an sich glauben, man soll für sich kämpfen. Und dann, wenn man für sich kämpft, dann kämpft man auch für das Team.“

Am Donnerstag (7.00 Uhr/ARD und Eurosport) schielt der Olympia-Fünfte über die 35-km-Distanz, wo er selbst den deutschen Rekord (2:29,30) hält, gar Richtung Podest. „Ich bin guter Dinge. Vielleicht feiern meine Konkurrenten ihre Medaillen ein bisschen mehr als ich den fünften Platz“, scherzte Linke am ZDF-Mikrofon.

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Mit einem derart schnellen Rennen wie am Samstagmorgen in Budapest, wo ein Unwetter für eine zweistündige Verlegung des Wettbewerbs sorgte, hatte Linke nicht gerechnet. Der scheinbar endlose Regen kühlte die Temperaturen auf 19 Grad ab und sorgte trotz hoher Luftfeuchtigkeit unter dem Strich für gute Bedingungen.

„Nach zehn Kilometern habe ich erst einmal den Kanadier neben mir gefragt, ob wir tatsächlich schon bei zehn Kilometern sind. Er meinte: Ja. Dann wusste ich, oh, das ist hier aber verdammt schnell“, berichtete Linke. Es sei „fast ein wenig bitter“, mit seiner Zeit keine Medaille geholt zu haben. Tatsächlich hätte seine Leistung außer bei der WM 2003 in Paris immer zu Edelmetall gereicht. Eine Chance bleibt Linke in Budapest aber noch.

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