In dem Verwaltungsgebäude sind unter anderem das Referat Beauftragte für Senioren und Menschen mit Behinderungen sowie das Referat Demokratie und gesellschaftlicher Zusammenhalt untergebracht. Der Informationspunkt am Haupteingang arbeitet mit der LOC.id-Technologie und Bluetooth: Nähert sich eine Person dem festgelegten Standort, startet die Ansage von selbst. Sie macht auf Hindernisse im Eingangsbereich aufmerksam und erklärt, wie der Zugang zum Haus funktioniert.
Die Stadt begründet den Einsatz der Technik auch mit den Grenzen baulicher Lösungen. „Gerade an unbekannten Orten kann Orientierung für blinde und sehbehinderte Menschen eine große Herausforderung sein. Gleichzeitig lassen sich insbesondere an denkmalgeschützten Gebäuden bauliche Anpassungen nicht immer in allen Bereichen umsetzen“, sagt Daria Luchnikova, Kommunale Beauftragte für Menschen mit Behinderungen der Stadt Leipzig. Technische Lösungen wie LOC.id könnten hier eine wichtige Ergänzung sein.
Der akustische Informationspunkt kostete nach Angaben der Stadt rund 2000 Euro. Gefördert wurde die Maßnahme durch den Freistaat Sachsen.
LOC.id auch für Ampeln und Nahverkehr denkbar
Über den Eingang eines einzelnen Gebäudes hinaus sieht die Stadt weitere Anwendungsfelder für die Technologie. Einsetzbar sei sie etwa an Ampeln oder im öffentlichen Personennahverkehr – zum Beispiel für verstärkte Orientierungssignale, akustische Informationen zu Überwegen oder Ansagen zu Liniennummer, Fahrtrichtung und der Lage der Fahrzeugtüren. Konkrete Umsetzungen in Leipzig sind damit nicht verbunden; es handelt sich um beschriebene Möglichkeiten.
Leipzig: Sellerhäuser Viadukt kommenden Freitag wieder frei
Stadtradeln 2026: Leipziger legen 3,5 Millionen Kilometer zurück
Wer sich über die Funktionsweise und weitere Einsatzmöglichkeiten informieren will, kann das kommunale Kompetenzzentrum „Barrierefreiheit zum Anfassen“ besuchen. Es befindet sich ebenfalls in der Friedrich-Ebert-Straße 19a im Zentrum-West. Der interaktive Erlebnisraum zeigt Anforderungen an Barrierefreiheit im öffentlichen Raum und in öffentlichen Gebäuden anhand von Beispielen wie Rollstuhlrampen, induktiven Höranlagen und Piktogrammen. Das Angebot richtet sich an alle, die planen und bauen.
Ihre Meinung ist uns wichtig. Senden Sie uns Ihr Feedback zu diesem Artikel an: [email protected]