Beleuchtung

Leipzig schaltet Laternen in Teilen der Wundt- und Travniker Straße ab

In der Woche ab dem kommenden Montag gehen 278 Lichtpunkte aus. Leipzig will so Lichtverschmutzung senken und rund 83.000 Kilowattstunden im Jahr sparen.

Alexander Angierski
2 Min
Straßenbeleuchtung: Leipzig schaltet in Teilen der Wundt- und Travniker Straße Laternen ab (Symbolbild)

Straßenbeleuchtung: Leipzig schaltet in Teilen der Wundt- und Travniker Straße Laternen ab (Symbolbild)

© Steinsiek.ch/imago

In Leipzig schaltet die Stadt in der Woche ab dem kommenden Montag die Straßenbeleuchtung in zwei Abschnitten ab. Betroffen sind die Wundtstraße südlich der Brücke über den Schleußiger Weg in der Südvorstadt sowie die Travniker Straße zwischen Defoestraße und Linkelstraße in Möckern und Wahren. Das teilte das Mobilitäts- und Tiefbauamt am Mittwoch mit.

Die Stadt begründet den Schritt mit dem Schutz vor Lichtverschmutzung, vor allem in ökologisch sensiblen Gebieten. Die Wundtstraße führt durch den Auwald. Nächtliche Lebensräume von Insekten und anderen Tieren sollen dort geschont werden. Zugleich sinken nach Angaben der Stadt die Kosten für Strom sowie für Wartung und Instandhaltung.

Insgesamt nimmt die Stadt nach eigenen Angaben 278 Lichtpunkte außer Betrieb. Dadurch sollen rund 83.000 Kilowattstunden Energie im Jahr eingespart werden.

Stadt Leipzig sieht Verkehrssicherheit nicht eingeschränkt

Die Verkehrssicherheit bleibe in beiden Abschnitten ohne Einschränkungen gewährt, erklärt die Stadt. Sie beruft sich dabei auf die Straßenverkehrsordnung: Diese sehe in Bereichen, die ausschließlich von Kraftfahrzeugen genutzt werden, keine Straßenbeleuchtung vor. Mit ihrem Lichtmasterplan habe sich Leipzig zudem zu einer intelligenten Lichtgestaltung verpflichtet und lehne flächendeckende Beleuchtung ab.

Michael Jana, Leiter des Mobilitäts- und Tiefbauamtes, sagte: „Licht ist ein wertvolles Gut, das dort eingesetzt werden soll, wo es dem Wohlbefinden und der Sicherheit dient. Als Teil des europäischen Projekts ‚The Art of Darkness‘ will Leipzig Lichtverschmutzung reduzieren.“ Leipzig beteiligt sich als sogenannte Follower-City an diesem Projekt, das die EU über das Programm „Horizon Europe“ fördert. Die Stadt beruft sich außerdem auf die LUCI Declaration for the Future of Urban Lighting; die LUCI Association ist ein internationales Netzwerk von Kommunen für nachhaltige Stadtbeleuchtung.

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Die Laternen werden zunächst nur abgeschaltet, nicht abgebaut. Nach einem Jahr will die Stadt die Verkehrssituation auswerten und erst dann über einen möglichen Rückbau entscheiden.

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