Bundeswehr

Leopard-Panzer in Litauen: Großmanöver „Freedom Shield“ startet an Nato-Ostflanke

Rund 2900 Soldaten aus acht Nato-Staaten trainieren im Baltikum den Ernstfall. Die Übung ist die erste ihrer Art für die neue deutsche Brigade.

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Ein Bundeswehrsoldat mit dem Patch der Litauen-Brigade beim Aufstellungsappell der Panzerbrigade 45 in Vilnius

Ein Bundeswehrsoldat mit dem Patch der Litauen-Brigade beim Aufstellungsappell der Panzerbrigade 45 in Vilnius

© Michael Kappeler/dpa

Für die erste große Gefechtsübung der in Litauen stationierten Bundeswehr-Brigade sind Soldaten, Panzer und Ausrüstung im baltischen EU- und Nato-Land eingetroffen. Insgesamt nehmen rund 2.900 Soldaten aus acht Nato-Staaten an dem Manöver teil.

Für die Übung „Freedom Shield“ wurden Truppen und Ausrüstung des Panzerbataillons 203 aus Augustdorf und des Panzergrenadierbataillons 122 aus Oberviechtach per Fähre und Bahn nach Litauen verlegt. Darunter sind nach Angaben eines Brigadesprechers Kampfpanzer vom Typ Leopard und Schützenpanzer vom Typ Puma.

Im Mai und Juni werden rund 2900 Soldaten – davon 2300 aus Deutschland – sowie rund 800 Fahrzeuge auf dem litauischen Truppenübungsplatz Pabrade zusammengezogen. Dort sollen sie nach den Angaben „unter realen Bedingungen mit allen Elementen des modernen Gefechtsfeldes" trainieren: mit Drohnen, Mörsern, Artillerie, Kampfhubschraubern sowie Kampf- und Schützenpanzern.

Schutz der Nato-Ostflanke

Die Bundeswehr baut in Litauen die Panzerbrigade 45 auf. Die Bundesregierung hatte sie als Reaktion auf die wachsende Bedrohung durch Russland zugesagt, im Frühjahr 2025 wurde sie formal in Dienst gestellt. Bis 2027 soll die Truppe mit einer Gesamtstärke von 4.800 Soldaten und 200 zivilen Mitarbeitern voll als Kampfverband einsatzfähig sein. Bislang sind rund 1.800 Angehörige des Gefechtsverbandes in Litauen stationiert.

Im Februar 2026 wurden die beiden Kampftruppenbataillone in Augustdorf und Oberviechtach der Brigade unterstellt. Die Verbände bleiben zunächst in Deutschland und sollen vollständig nach Litauen verlegt werden, sobald der baltische Staat die nötige Infrastruktur fertiggestellt hat. Bis dahin sollen sie regelmäßig zu Übungen nach Litauen kommen, das an die russische Ostsee-Exklave Kaliningrad und an den russischen Verbündeten Belarus grenzt. „Freedom Shield“ soll nach den Angaben künftig zweimal im Jahr stattfinden. (mit dpa)

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