Die Mütter der drei Kinder waren als Zwangsarbeiterinnen im KZ-Außenlager Freiberg gefangen, wie die Stadtverwaltung Freiberg mitteilte. Eva Clarke kommt mit dem Abend erstmals an den Ort, an dem ihre Mutter inhaftiert war. Die Lesung beginnt am Montag, 9. November, um 19 Uhr in der BiB (Theater Freiberg) und gehört zur Reihe Tacheles.
Eva Clarke wurde im April 1945 vor den Toren des KZ Mauthausen geboren. Ihre Mutter Anka war eine von rund 1000 jüdischen Zwangsarbeiterinnen im Freiberger Außenlager und hatte die Geburt kaum noch für möglich gehalten. „Meine Mutter meinte, dass sie kaum noch länger durchgehalten hätte“, erinnert sich die Tochter an deren Erzählungen.
Die britische Autorin Wendy Holden erzählt in „Schicksalskinder“ von Eva Clarke und zwei weiteren Kindern, die 1945 im KZ geboren wurden. Die drei Mütter kannten einander im Lager nicht. Erst als Erwachsene fanden die drei zueinander. Zwei von ihnen besuchten Freiberg bereits vor einigen Jahren zusammen mit der Autorin.
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Den Abend eröffnet ein Vortrag von Ute Schnabel. Sie hat sich lange an der Seite von Michael Düsing im Verein Freiberger Zeitzeugnis mit der jüdischen Geschichte der Stadt befasst und führt regelmäßig Jugendliche und junge Erwachsene auf den Spuren der Stolpersteine durch Freiberg. Danach liest Holden aus ihrem Buch, Clarke berichtet von den Erinnerungen ihrer Mutter. Anschließend können Besucher Fragen stellen und mit den Gästen ins Gespräch kommen.
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Der Eintritt ist frei. Das Projekt kann freiwillig mit einer kleinen Spende unterstützt werden.
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