Die 13-jährige Lisa T. aus Berlin-Marzahn bleibt weiterhin verschwunden. Die 13-Jährige verließ am Dienstag, den 3. November, gegen 7.20 Uhr ihr Wohnhaus in der Golliner Straße und wollte vom Barnimplatz zu ihrer Schule in der Sella-Hasse-Straße fahren. Dort kam sie nie an.
Nach Angaben der Ermittler spricht nach dem bisherigen Stand nichts dafür, dass sie sich freiwillig aus dem häuslichen Umfeld entfernt hat. Am Sonntag wird die Suche nach dem Mädchen weiter fortgesetzt.
Mordkommission übernimmt Ermittlungen
Zunächst hatte die Vermisstenstelle des Landeskriminalamts den Fall bearbeitet. Inzwischen führt die 5. Mordkommission die Ermittlungen, im Auftrag der Staatsanwaltschaft Berlin.
Die Beamten betonen, es gebe bislang keine Anhaltspunkte dafür, dass Lisa ihrem sozialen und familiären Umfeld entgehen wollte. Nach ihrer Einschätzung hat sich das Kind nicht freiwillig aus dem häuslichen Umfeld entfernt.
Die Suche nach der vermissten 13-Jährigen aus Berlin-Marzahn wird am Sonntag weiter fortgesetzt. Die Suchmaßnahmen seien angelaufen, sagte Michael Petzold, Sprecher der Berliner Staatsanwaltschaft, der Deutschen Presse-Agentur. Es seien mehr als 100 Einsatzkräfte der Einsatzhundertschaften und der Mordkommissionen im Bezirk Marzahn-Hellersdorf unterwegs. Auch Spürhunde würden wieder eingesetzt. „Alle Spuren sind Gegenstand der Ermittlungen, aber sie ist weiterhin verschwunden und nicht auffindbar.“
Das Haus der Vermissten befindet sich in einem großen Plattenbaugebiet, in dem zahlreiche Hochhäuser stehen. Das macht die Suche nach Angaben der Polizei sehr aufwendig. In der Nähe befinden sich große Grünanlagen. Die Grenze zu Brandenburg ist nur wenige Meter entfernt.
Suche nach Lisa T.: Helikopter im Einsatz
Am Samstag suchten rund 220 Polizeikräfte den Bereich Marzahn-Hellersdorf ab. Über dem Barnimplatz kreiste am Nachmittag ein Hubschrauber, am Boden kamen mehrere Einsatzhundertschaften und Mantrailerhunde zum Einsatz.
Die Einsatzkräfte verteilten Flugblätter, hängten Suchplakate in Hauseingängen auf und befragten erneut Anwohner. Polizeisprecher Florian Nath beschrieb das Gebiet mit seinen vielen Mehrfamilienhäusern, Grünflächen und Parks als weiträumig und die Suche damit als aufwendig. Einen Durchbruch gab es nach seinen Worten bislang nicht.
Polizei: „Es bestehen weiterhin Anhaltspunkte für ein Verbrechen“
Am Samstag hatte die Polizei erklärt: „Es bestehen weiterhin Anhaltspunkte für ein Verbrechen.“ Die Polizei spricht von Ermittlungen „wegen des Verdachts eines Kapitalverbrechens“.
Vermisste 13-Jährige aus Marzahn: Mordkommission übernimmt Ermittlungen
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Die Polizei sucht Menschen, die Lisa am Dienstagmorgen gesehen haben oder Angaben zu ihrem Aufenthaltsort machen können. Gefragt sind auch Personen, die das Mädchen näher kennen oder seit Dienstag Kontakt zu ihr hatten. „Wir sind weiterhin auf Hinweise angewiesen“, so der Staatsanwaltschaft. Es seien schon Hinweise im dreistelligen Bereich eingegangen.
Die 13-jährige Lisa T. wird seit mehreren Tagen vermisst.
© Berliner Polizei
Beschrieben wird Lisa als 1,60 bis 1,65 Meter groß und schlank, mit langen, dunklen Haaren. Zuletzt trug sie eine schwarze Steppjacke mit Kapuze, eine blaue Schlagjeans und weiß-beige Schuhe der Marke DC, Modell „Court Graffik“, und hatte einen schwarzen Rucksack ohne Markenaufdruck dabei. Hinweise nimmt die 5. Mordkommission unter der Rufnummer (030) 4664-911555 oder per E-Mail an [email protected] entgegen, in dringenden Fällen gilt der Notruf 110.
Der Fall erinnert an das Verschwinden der 15-jährigen Rebecca aus dem Stadtteil Britz im Berliner Bezirk Neukölln im Februar 2019. Bis heute wurden weder sie noch ihre Leiche gefunden. Die Polizei hatte in Brandenburg Suchtrupps mit Hunderten Beamten, Hunde, Hubschrauber, Drohnen, Bagger, Boote und Taucher eingesetzt. Handydaten sowie Hunderte von Hinweisen wurden von der Polizei ausgewertet, aber vergeblich.
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