Es ist kurz nach sechs Uhr. Am Kanzleramt im Berliner Regierungsviertel herrscht Ruhe. Wie aus dem Nichts fährt ein Hubwagen-Ausleger auf einem Seitenweg am Kanzleramt vor. In Windeseile springen Menschen herbei, sichern das Fahrzeug. Dann geht es für einige nach ganz oben.
Sie steuern mit dem Ausleger einen Baukran an, der unmittelbar neben dem Kanzleramt steht. Die Aktivisten der Umweltschutzgruppe Greenpeace klettern auf den Kran, gehen zum Ausleger. Mittlerweile hat auch die Polizei die Aktion bemerkt. Erste Kräfte sichern den Bereich.
Unbeeindruckt von den Sicherheitskräften am Boden arbeiten sich die Aktivisten in luftiger Höhe weiter zum Ausleger des Baukrans. Dort entrollen sie nach einiger Zeit ein großes Transparent mit der Aufschrift: „Freiheit statt fossile Politik“. Anlass des Protestes ist das neue Klimaschutzprogramm der Bundesregierung.
Greenpeace-Aktivisten hängen Banner an Baukran am Kanzleramt: „Freiheit statt fossile Politik!“
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„Bei den CO2-Zielen droht eine riesige Lücke. Bislang sind keine Maßnahmen bekannt, die diesen Rückstand auch nur ansatzweise aufholen können“, sagt Greenpeace-Energieexpertin Mira Jäger. „Die kletternden Preise für Sprit und Gas zeigen allen: Das Klimaschutzprogramm muss einen klaren Fahrplan für den Ausstieg aus fossilen Energien liefern. Ein ‚Weiter so‘ können wir uns ökologisch, aber auch ökonomisch nicht leisten.“
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