Weihnachtsmarkt

Monatelange Baustelle in Magdeburg endet – nächste Sperrung folgt

Nach Monaten rollt die Straßenbahn in Magdeburg wieder durch die Innenstadt. Doch schon am selben Tag sperrt die Stadt Straßen für den Weihnachtsmarkt.

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Die monatelange Sperrung in Magdeburgs Innenstadt hat ein Ende. Doch durch den anstehenden Weihnachtsmarkt folgt bereits die nächste.

Die monatelange Sperrung in Magdeburgs Innenstadt hat ein Ende. Doch durch den anstehenden Weihnachtsmarkt folgt bereits die nächste.

© Klaus-Dietmar Gabbert/dpa

In Magdeburg fahren die Straßenbahnen seit Montag wieder durch die Innenstadt. Die Magdeburger Verkehrsbetriebe (MVB) haben ihre Gleisbauarbeiten am Alten Markt nach mehr als sieben Monaten beendet. Das Straßenbahnnetz der Landeshauptstadt ist damit nicht länger in zwei Hälften geteilt. Frei von Sperrungen ist die Innenstadt trotzdem nicht.

Schon am frühen Montagmorgen sollte die erste Bahn wieder die zentrale Kreuzung passieren. Seit dem 17. Oktober war dort zwei Wochen lang gar kein Durchkommen mehr. In dieser Zeit wurden nach Angaben der MVB neben den Gleisen auch Wartehäuschen erneuert. Die Stadt ließ zudem die Fahrbahn ausbessern.

Kürzere Fahrzeiten, weniger Umsteigen

Zwischen dem Norden und dem Süden der Stadt gibt es nun wieder direkte Verbindungen. Wer mit der Bahn unterwegs ist, kommt je nach Strecke bis zu einer Viertelstunde schneller ans Ziel. Ersatzbusse und Umleitungen fallen größtenteils weg, statt der Behelfslinie 13 fährt wieder die Linie 10. Kleinere Arbeiten an der Baustelle sollen in den nächsten Wochen folgen.

Die Einzelhändler in der Innenstadt bekamen die Bauarbeiten deutlich zu spüren. Nico Barth von der IG Innenstadthändler hatte zu Beginn der Vollsperrung über sinkende Umsätze geklagt. Auch Restaurants und Cafés in der Gegend litten demnach darunter.

Sperrungen für den Weihnachtsmarkt bis Januar

Seit Montag dürfen rund um den Alten Markt nun auf mehreren Straßen keine Autos und Fahrräder mehr fahren, Parken ist dort ebenfalls nicht möglich. Das gab die Stadtverwaltung bekannt. Die Einschränkungen bleiben bis zum 3. Januar bestehen und gehören zum Sicherheitskonzept für den Weihnachtsmarkt. Besucher können ihn vom 23. November bis zum 29. Dezember besuchen.

Wenn der Markt auf- und abgebaut wird, am 15. November und am 3. Januar, sind von morgens 8 bis abends 20 Uhr noch weitere Straßen komplett dicht. Auch nachts ändert sich etwas: Die Nachtlinien treffen sich vorerst nicht mehr am Alten Markt, sondern an der Haltestelle City Carré. Die MVB begründen das mit den Restarbeiten und dem Aufbau des Weihnachtsmarkts.

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Sicherheitskonzept nach dem Anschlag von 2024

Hintergrund ist der Anschlag kurz vor Weihnachten im Jahr 2024. Am 20. Dezember war ein Mann mit einem Auto durch die Menge auf dem Markt gefahren. Sechs Menschen kamen ums Leben, über 300 erlitten Verletzungen. Der Täter muss lebenslang in Haft, das Urteil fiel im Juni – unter anderem wegen Mordes. Die Richter stellten zudem eine besondere Schwere der Schuld fest.

Aufgearbeitet ist der Anschlag damit noch nicht. Die Generalstaatsanwaltschaft Naumburg prüft, ob der Geschäftsführer der Weihnachtsmarktgesellschaft im Vorfeld etwas versäumt hat. Auch ein Untersuchungsausschuss des Landtags befasst sich mit dem Anschlag und der Sicherheit des Marktes.

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