Baustelle

Monatelange Geduldsprobe: Magdeburg gibt zentrale Verkehrsader wieder frei

Mehr als ein halbes Jahr war eine der wichtigsten Verkehrsadern in Magdeburg lahmgelegt. Nun soll das Warten bald ein Ende haben.

2 Min
Jörg Rehbaum, Beigeordneter für Umwelt und Stadtentwicklung in Magdeburg, MVB-Geschäftsführerin Birgit Münster-Rendel und Andreas Fedorczuk, technischer Geschäftsführer der SWM (v.r.).

Jörg Rehbaum, Beigeordneter für Umwelt und Stadtentwicklung in Magdeburg, MVB-Geschäftsführerin Birgit Münster-Rendel und Andreas Fedorczuk, technischer Geschäftsführer der SWM (v.r.).

© Peter Gercke

In Magdeburg geht ein zentraler Knotenpunkt des Nahverkehrs wieder in Betrieb. Ab Montag, 2. November, sollen die Straßenbahnen wieder durch die Innenstadt fahren, wie die Magdeburger Verkehrsbetriebe (MVB) mitteilten. Nach Angaben des Unternehmens handelt es sich um die wichtigste Straßenbahnhaltestelle der Landeshauptstadt. Sie war seit Ende März für den Umbau gesperrt.

Mit der Wiederaufnahme entfallen die großräumigen Umleitungen, die Fahrgäste während der rund siebenmonatigen Bauzeit in Kauf nehmen mussten. Die für den Bahnbetrieb nötigen Arbeiten sollen bis dahin weitgehend abgeschlossen sein. Restarbeiten wird es aber auch nach dem Neustart noch geben.

Gleise nach mehr als 30 Jahren verschlissen

Grund für den Umbau war der Zustand der alten Anlagen: Nach mehr als 30 Jahren Dauerbetrieb waren die Gleise verschlissen. Erneuert wurden Gleise, Weichen, Oberleitungen und Steuerungstechnik. Zudem entstehen sechs barrierefreie Bahnsteige mit neuen Unterständen.

Auch unter der Straße wurde gebaut. Die Städtischen Werke Magdeburg erneuerten einen Abwasserkanal und verlegten ihn größtenteils unter den Gehweg, außerdem sanierten sie eine Trinkwasserleitung. Durch die Abstimmung mit den Verkehrsbetrieben ließen sich mehrere Arbeiten bündeln, sagte der technische Geschäftsführer Andreas Fedorczuk.

Dank an Anwohner und Fahrgäste

MVB-Geschäftsführerin Birgit Münster-Rendel sprach von einer großen Herausforderung, aber auch einer notwendigen Investition in den Nahverkehr. Jörg Rehbaum, Beigeordneter für Umwelt und Stadtentwicklung, dankte Anwohnern, Gewerbetreibenden und Fahrgästen für ihre Geduld. Schon jetzt sei erkennbar, welchen Gewinn die Neugestaltung für die Innenstadt bringe.

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Neben der Technik ändert sich auch das Bild der Straße. Geplant sind neue Sitzgelegenheiten, acht Platanen und Übergänge ohne Stolperkanten. Spezielle Anlagen, die die Schienen schmieren, sollen die Bahnen zudem leiser machen.

Zeitkapsel im Bahnsteig versenkt

Kurz vor der Wiedereröffnung versenkten Verkehrsbetriebe, Stadt und Stadtwerke am Donnerstag eine Zeitkapsel in einem der neuen Bahnsteige. Darin liegen unter anderem Baupläne, Fotos der Baustelle und eine aktuelle Tageszeitung. Geöffnet werden soll sie erst, wenn die Haltestelle eines Tages erneut umgebaut wird.

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