Das Mitteldeutsche Marionettentheatermuseum in Bad Liebenwerda zeigt ab Samstag, 17. Oktober, die Sonderausstellung „Puppenkünstler in Schwarz-Weiß“. Der Dresdner Fotograf Frank Höhler hat dafür Menschen porträtiert, die das Puppentheater in Sachsen geprägt haben: Kasper- und Marionettenspieler, Puppenbauer und -gestalter sowie Wissenschaftler. Die Schau ist bis zum 28. Februar 2027 zu sehen, teilte der Landkreis Elbe-Elster mit.
Höhler hat die Puppenspieler an ihrem Arbeitsplatz oder in ihrem privaten Umfeld aufgenommen. Damit knüpft die Ausstellung an einen Schwerpunkt des Museums an, die Lebenswelt der Puppenspieler. Die Fotos bleiben nach dem Ende der Schau im Haus: Sie gehen in den Sammlungsbestand des Museums über.
Anlass für die Eröffnung ist der Tag des Immateriellen Kulturerbes. Zu diesem Erbe zählen gelebte Traditionen in Theater, Musik, Bräuchen, Festen, Handwerk und im Wissen über die Umwelt. In Deutschland gehören auch Puppentheater und Kaspertheater dazu; das Kaspertheater steht auf der bundesweiten Liste bei der Deutschen Unesco-Kommission. Betreut wird dieser Titel vom Kulturamt des Landkreises Elbe-Elster und vom Marionettentheatermuseum.
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Um 18 Uhr spielt das Puppentheater Volkmar Funke aus Coswig bei Dresden im Museum „Rumpelstilzchen, gerumpelt und gereimt“. Funke spielt das Grimm-Märchen in einer klassischen Handpuppenbühne, erzählt, singt und spricht selbst. Er nutzt dabei die originale Bühne, Puppen und Texte von Gottfried Reinhardt (1935–2013). Das Stück richtet sich an Erwachsene; der Landkreis beschreibt die Fassung als frisch und temporeich.
Der Eintritt für den Theaterabend kostet zehn Euro, ermäßigt acht Euro. Das Museum bittet um eine verbindliche Reservierung unter Telefon 035341 12455 oder per E-Mail an [email protected].
Dokumentarfilme im Marionettentheatermuseum Bad Liebenwerda
Am 17. Oktober laufen im Museum außerdem zwei Dokumentarfilme des Maasdorfer Filmemachers Manfred Hennig: „Seid ihr alle da?“ aus dem Jahr 2023 und „Die Puppenspieler kommen“ aus dem Jahr 2020. Beide befassen sich mit der Geschichte des Puppentheaters und wurden nach Angaben des Landkreises mit dem BDFA-Filmpreis ausgezeichnet.
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Die Filme dauern jeweils 15 Minuten und werden nach Bedarf gestartet.
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