Neonazi

Marla-Svenja Liebich nach Deutschland ausgeliefert

Liebich hatte sich zuletzt mehrfach gegen die Auslieferung nach Deutschland gewehrt – ohne Erfolg. In Deutschland ist die Staatsanwaltschaft Halle für Liebich zuständig.

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Marla Svenja Liebich wurde am Mittwoch nach Deutschland ausgeliefert.

Marla Svenja Liebich wurde am Mittwoch nach Deutschland ausgeliefert.

© Sebastian Willnow/dpa

Neonazi Marla Svenja Liebich ist von Tschechien nach Deutschland gebracht worden. Das teilte die tschechische Polizei am Vormittag auf der Plattform X mit. Die verurteilte Rechtsextremistin soll nach Justizangaben in das Frauengefängnis im sächsischen Chemnitz gebracht werden.

„Der Konvoi mit der deutschen Extremistin, die heute Morgen das Untersuchungsgefängnis in Litoměřice verlassen hat, hat soeben die Staatsgrenze überschritten, und in den nächsten Minuten wird die Flüchtige offiziell an die deutschen Kollegen übergeben“, hieß es am Mittwochmorgen seitens der tschechischen Polizei.

Vergangene Woche hatte das Oberlandesgericht in Prag die Beschwerde von Liebich gegen die Auslieferung abgelehnt. Liebich war im Juli 2023 zu einer Freiheitsstrafe von eineinhalb Jahren wegen Volksverhetzung, übler Nachrede und Beleidigung verurteilt worden. Nach dem Urteil beantragte Liebich eine Änderung des Geschlechtseintrags von männlich auf weiblich. Den Haftantritt sollte Liebich am 29. August 2025 in der Frauenhaftanstalt Chemnitz absolvieren. Stattdessen setzte sie sich ab und entzog sich dem Strafvollzug.

Liebich soll ins Frauengefängnis in Chemnitz

Erst im April dieses Jahres wurde Liebich nach monatelanger Fahndung in Tschechien gefasst. Sobald Liebich in Chemnitz eingetroffen ist, muss die Anstaltsleitung des Frauengefängnisses entscheiden, ob Liebich dort einsitzt.

Auf deutscher Seite ist die Staatsanwaltschaft Halle für den Fall zuständig, die einen Antrag auf Auslieferung gestellt hatte. Das Amtsgericht Halle hatte im März angekündigt, über eine mögliche Rückgängigmachung der Personenstandsänderungen zu entscheiden. Der Saalekreis hatte nach eigenen Angaben bereits im Dezember 2025 rechtliche Schritte für eine Berichtigung des Eintrags eingeleitet.

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Liebich wurde zum Haftantritt in das Frauengefängnis von Chemnitz geladen, weil das Gefängnis von der Meldeadresse von Liebich aus das nächstgelegene ist. Nach der Ankunft in Chemnitz wird Liebich unter anderem medizinisch untersucht. Vor dem Gericht in Pilsen hatte Liebich angegeben, nicht nach Deutschland gebracht werden zu wollen, weil sie Angst habe, in einem deutschen Männergefängnis ums Leben zu kommen.

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