Tour de France

Max Kanter auf Tour – Et. 8: 38 Grad im Schatten und dann auch noch sprinten

Der Cottbuser wird im Finale der achten Tour-Teilstrecke eingeklemmt, muss mehrfach neu antreten und verpasst nach guter Vorarbeit das Podium deutlich.

Alexander Angierski
Alexander Angierski
3 Min
Achter Tag: Im Finale der Strecke nach Bergerac wird Max Kanter im Schlusssprint eingebaut und kommt als Neunter ins Ziel.

Achter Tag: Im Finale der Strecke nach Bergerac wird Max Kanter im Schlusssprint eingebaut und kommt als Neunter ins Ziel.

© Tomas Sisk/imago

Am Samstag stand die achte Etappe der Tour de France an: Gut 180 Kilometer von Périgueux nach Bergerac, der dritte Sprint in nur vier Tagen. Max Kanter wird Neunter – hinter dem deutschen Konkurrenten Pascal Ackermann (7.). Nach Rang zwei in Pau und vier in Bordeaux ist das mager, aber immer noch ein Top-Ten-Ergebnis.

Dabei arbeitet sein Team XDS Astana fehlerfrei. „Eigentlich haben wir einen guten Job gemacht, haben uns aus dem größten Gewusel rausgehalten“, sagt Kanter der OAZ, „aber in den letzten 500 Metern waren wir schon fast zu gut positioniert.“ Als Mathieu van der Poel Jasper Philipsen nach vorn zieht, will Kanter sich anhängen. Doch van der Poel schert aus; von links drängen die anderen Sprinter heran. „Ich war komplett blockiert und musste dreimal meinen Sprint starten, und dann war die Ziellinie schon da.“ Für einen Sprinter ist das wiederholte Anfahren fast tödlich: Jedes Mal geht Tempo verloren, das nicht mehr aufzuholen ist. Dass seine Freundin an der Strecke steht, tröstet über das Pech nur wenig.

Den Sieg holt sich nach 3:52:50 Stunden zum zweiten Mal in Folge Tim Merlier (Soudal Quick-Step) vor Biniam Girmay und Pau-Sieger Olav Kooij. Der Belgier geht spät in den Wind und erreicht 72,2 Kilometer pro Stunde.

Neue Reihenfolge im Klassement der Schnellsten

Max Kanter: Cool bleiben, bei bis zu 38 Grad im Schatten.

Max Kanter: Cool bleiben, bei bis zu 38 Grad im Schatten.

© David Pintens/imago

Im Kampf um das Grüne Trikot, die Wertung der besten Sprinter, verliert Kanter Boden: Trotz weiterer Punkte rutscht er von Rang drei auf Rang fünf, weil Merlier und Philipsen vorbeiziehen. In Führung bleibt Mads Pedersen.

Geprägt wird die Etappe lange von Liam Slock, der als letzter Ausreißer beide Bergwertungen holt und solo bis 1,3 Kilometer vor dem Ziel vorn liegt. Dafür bekommt er die goldene Startnummer des kämpferischsten Fahrers. Bester Deutscher im Gesamtklassement bleibt Florian Lipowitz als Sechster und Podiumskandidat; Red-Bull-Bora-hansgrohe stellt mit ihm und dem Vierten Remco Evenepoel zwei Fahrer in den Top Ten. Vorn bleibt Tadej Pogačar in Gelb.

Schon am Sonntag folgt die neunte Etappe – wegen der Hitzewarnung von 185 auf 155 Kilometer verkürzt.

Die OAZ begleitet Max Kanter  bei der Tour de France über alle 21 Etappen.

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