Bundeskanzler

Der Merzismus ist eine Spätform deutscher Dekadenz: Beamte über alles und Ergebnisse egal

Kanzler Merz trat an, um alles anders zu machen. Anderthalb Jahre später ist er der unbeliebteste Kanzler der Umfragegeschichte. Die Lücken zwischen Versprechen und Wirkung sind gigantisch.

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Seine Politik führt bei vielen Beobachtern zu langen Gesichtern: Bundeskanzler Friedrich Merz.

Seine Politik führt bei vielen Beobachtern zu langen Gesichtern: Bundeskanzler Friedrich Merz.

© dts Nachrichtenagentur/Imago

Dieser Satz gilt vielen seiner Kritiker bis heute als Maßstab: „Links ist vorbei“, verkündete Friedrich Merz vor der Bundestagswahl, „es gibt keine linke Mehrheit und keine linke Politik mehr in Deutschland.“

Es war das Versprechen eines Kurswechsels mit Ansage. Wer Merz wählte, wählte die Zusage: Jetzt wird durchregiert, jetzt wird das Land nach der langen Merkel-Ära wieder auf Kurs gebracht. Diese Erwartungen hat Merz nicht nur nicht erfüllt, er hat die Skepsis gegenüber seiner Person, seiner Regierung und damit auch dem politischen System insgesamt sogar noch vergrößert.

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