Der Schauspieler Michael Mendl ist tot. Er starb im Alter von 82 Jahren, wie seine Agentin der Deutschen Presse-Agentur mitteilte. Mendl sei „friedlich eingeschlafen“. Zuvor hatten mehrere Medien über den Tod berichtet.
Mendl war in Kinoproduktionen wie „Der Untergang“ und „Barfuss“ zu sehen, spielte in zahlreichen Fernsehfilmen von ARD und ZDF und wirkte in der Netflix-Serie „Dark“ mit, in der er den früheren Chef eines Kernkraftwerks verkörperte. Außerdem trat er in vielen Krimis und Fernsehreihen auf.
Rollen als historische Figuren
Historische Persönlichkeiten spielte Mendl mehrfach. Für seine Darstellung des früheren Bundeskanzlers Willy Brandt in „Im Schatten der Macht“ wurde er mit einer Goldenen Kamera ausgezeichnet. Im Dokudrama „Karol Wojtyla“ verkörperte er Papst Johannes Paul II., im Drama „Die Gustloff“ einen Kapitän.
Vom Theater zum Film
Geboren wurde Mendl 1944 im westfälischen Lünen als uneheliches Kind eines katholischen Priesters. Er wuchs zunächst im Ruhrgebiet auf, studierte kurz in Wien und wechselte anschließend an die Folkwangschule in Essen. Über Jahre stand er auf Theaterbühnen, bevor er vergleichsweise spät zum Film kam.
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Er habe damals „wahnsinnig Glück“ gehabt, sagte Mendl in einem Interview mit der Deutschen Presse-Agentur im Jahr 2019. In Fernsehfilmen habe er zwar auch den Charmeur gegeben, sich selbst aber nicht als strahlenden Liebhaber gesehen. „Sondern ich bin ein Charakterheld. Ich spiele die schweren, auch die bösen Rollen“, sagte er damals.
Mendl lebte längere Zeit in München und zog später nach Berlin. (mit dpa)
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