Minister Hans Eichel zeichnete Sieger des Wettbewerbs "Jugend-Schule-Wirtschaft" aus

"Beeindruckende Themen"

Ulrich Kraetzer
3 Min

Sie haben Zeitungsartikel studiert, Aufsätze gelesen und Interviews mit Wirtschaftsbossen geführt. Dann saßen sie monatelang am Computer, um ihre Ergebnisse aufzuschreiben. Etwa 2 000 Schüler beteiligten sich diesmal an der Aktion "Jugend-Schule-Wirtschaft". Unterstützt von Lehrern, Wirtschaftsvertretern und Redakteuren der 18 an der Aktion beteiligten deutschen Tageszeitungen - darunter die "Berliner Zeitung" - schrieben die Teilnehmer Beiträge zu einem selbst gewählten Wirtschaftsthema. Gestern wurden die 15 besten Arbeiten des von der Deutsche Bank Stiftung Alfred Herrhausen "Hilfe zur Selbsthilfe" gesponserten Projektes im Atrium der Deutschen Bank Unter den Linden prämiert.Den ersten Preis erhielten die 17-jährige Isabel Feustal und die 18-jährige Doreen Trommen vom 1. Staatlichen Gymnasium der thüringischen Stadt Greiz. Mit einem ungewöhnlichen Thema: "Von den innovativen Ideen des Textilforschungsinstitutes Thüringer Vogtland zum Expo-Projekt ,Dreidimensional gewickelte Textilien in der Medizin ". Für Oberstufenschülerinnen ein kompliziertes Thema. Doch nicht nur wegen der Prämien - ein Taschencomputer und ein von einer Hotelkette spendierter Aufenthalt in Berlin - sind die Thüringerinnen froh, dass sie mitgemacht haben. "Man lernt, wie Unternehmen funktionieren", sagte Doreen Trommen. "Für meine Ausbildung zur Industriekauffrau wird mir das helfen."Viel Lob für die bei der Prämierung ausgestellten Arbeiten hatte der prominenteste Gratulant, Bundesfinanzminister Hans Eichel (SPD) übrig. "Allein die gewählten Themen sind beeindruckend", sagte Eichel in seiner Festrede. Mit dem, wie Eichel sagte, "wichtigsten Thema der Bundesregierung" beschäftigte sich die 18-jährige Schülerin des Rüdersdorfer Gymnasiums Antje Lehmann. "Arbeitslosigkeit" lautet der Titel ihrer Arbeit. Informationen aus erster Hand erhielt sie von Brandenburgs ehemaliger Arbeitsministerin Regine Hildebrandt (SPD). Die erklärte Unterschiede zwischen SAM- und ABM-Stellen und warum sie an den Erfolg aktiver Arbeitsmarktpolitik glaubt. Das Interview war am 26. Februar auch auf einer von mehreren Sonderseiten zu dem Projekt in der "Berliner Zeitung" nachzulesen.Tessen von Heydebreck, Vorstandsmitglied der Deutschen Bank sagte, das Projekt werde fortgeführt. Von Heydebreck: "Für die Entwicklung des Standortes Deutschland ist das Verständnis wirtschaftlicher Zusammenhänge unabdingbar."Die "Berliner Zeitung" druckt ab März 2001 wieder Sonderseiten zum Projekt "Jugend-Schule-Wirtschaft". Berliner Schüler schreiben zu Wirtschaftsthemen und veröffentlichen Ergebnisse längerer Facharbeiten.5 000 Euro Prämie // Die Aktion "Jugend-Schule-Wirtschaft" ist ein bundesweites Projekt, das Schülern wirtschaftliche Zusammenhänge vermitteln soll. Unter Anleitung von Lehrern und Zeitungsredakteuren schreiben Schüler Facharbeiten.Die 15 besten Arbeiten wurden am Freitag ausgezeichnet. Die Schulen, von denen die Preisträger betreut wurden, erhielten als Prämie einen Gutschein über 5 000 Euro, um Computer anzuschaffen.Redakteure der "Berliner Zeitung" berieten die Autorin einer der 15 besten Arbeiten. Antje Lehmann schrieb über "Arbeitslosigkeit". Sie interviewte Ex-Ministerin Regine Hildebrandt.BLZ/MAX LAUTENSCHLÄGER (2) Finanzminister Eichel am Freitag während der Preisverleihung

Open Source

Open Source

Sie haben etwas zu sagen? Senden Sie uns Ihren Text! 

Einreichen
Open Door

Open Door

Sie möchten ein Thema vorschlagen? Senden Sie uns Ihren Vorschlag!

Vorschlagen
Send feedback

Ihre Meinung ist uns wichtig. Senden Sie uns Ihr Feedback zu diesem Artikel an: [email protected]

Lesen Sie mehr zum Thema
weltbune Banner