Terrorismus

Attentäter vom Magdeburger Weihnachtsmarkt sitzt jetzt in Berliner Gefängnis: Das ist der Grund

Vergangene Woche wird Taleb A. wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt. Zuletzt saß er in einer Haftanstalt im Jerichower Land.

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Der Attentäter vom Magdeburger Weihnachtsmarkt befindet sich mittlerweile in einer Berliner Justizvollzugsanstalt.

Der Attentäter vom Magdeburger Weihnachtsmarkt befindet sich mittlerweile in einer Berliner Justizvollzugsanstalt.

© Hendrik Schmidt/dpa

Der wegen Mordes verurteilte Attentäter vom Magdeburger Weihnachtsmarkt ist aus Sachsen-Anhalt in eine Berliner Justizvollzugsanstalt gebracht worden. Die Verlegung erfolgte nach Behördenangaben aus organisatorischen Gründen.

Ein Untersuchungsgefangener sei am Dienstag „aus vollzugsorganisatorischen Gründen“ auf dem Landweg in eine Justizvollzugsanstalt des Landes Berlin gebracht worden, teilte ein Sprecher des Justizministeriums Sachsen-Anhalt mit. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur handelt es sich dabei um den verurteilten Taleb A.

Taleb A. tötete sechs Menschen auf Magdeburger Weihnachtsmarkt

In welche Berliner Haftanstalt der Mann gebracht wurde, teilte das Ministerium nicht mit. „Die Maßnahme verlief ohne Vorkommnisse“, erklärte der Sprecher weiter. Zuvor war der Mann in der Justizvollzugsanstalt Burg im Jerichower Land untergebracht. Während des Prozesses am Landgericht Magdeburg war er zu den Verhandlungstagen per Hubschrauber von dort eingeflogen worden. Zu vollzugsorganisatorischen Gründe können Personelle Engpässe, Sicherheit und Ordnung oder räumliche Kapazitäten sein.

Das Landgericht Magdeburg hatte den Angeklagten am 26. Juni unter anderem wegen Mordes in sechs Fällen und versuchten Mordes in über 200 Fällen schuldig gesprochen. Es verhängte eine lebenslange Freiheitsstrafe und stellte die besondere Schwere der Schuld fest. Eine vorzeitige Entlassung nach 15 Jahren ist damit nahezu ausgeschlossen. Über eine Sicherungsverwahrung soll erst am Ende der Haftzeit entschieden werden.

Der aus Saudi-Arabien stammende Mann, der bis zur Tat als Psychiater im Maßregelvollzug in Bernburg arbeitete, war am 20. Dezember 2024 mit einem 340 PS starken Mietwagen durch eine Lücke zwischen Betonabsperrungen auf den belebten Weihnachtsmarkt gefahren. Fünf Frauen und ein neunjähriger Junge starben, mehr als 300 Menschen wurden verletzt.

Die Richter bescheinigten dem Verurteilten eine „große Gefährlichkeit“. Taleb A. habe während des Tatgeschehens kein Mitgefühl empfunden für andere Personen, sagte der Vorsitzende Richter Dirk Sternberg in der Urteilsbegründung. Ein psychiatrischer Sachverständiger hatte ihm eine narzisstische Persönlichkeitsstörung bescheinigt, an seiner Schuldfähigkeit habe es jedoch keine Zweifel gegeben. (mit dpa)

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