Spionage

Mutmaßlicher Russland-Spion muss in U-Haft: Ukrainer soll deutsche Rüstungsindustrie ausspioniert haben

Ein in Brandenburg festgenommener Ukrainer sitzt nun in Untersuchungshaft. Er soll für Russland Informationen über Panzerproduktion und Nato-Standorte gesammelt haben.

2 Min
Fahrzeuge der Polizei bringen einen mutmaßlichen Spion für Russland zum Bundesgerichtshof.

Fahrzeuge der Polizei bringen einen mutmaßlichen Spion für Russland zum Bundesgerichtshof.

© Philipp von Ditfurth/dpa

Der in Brandenburg festgenommene mutmaßliche Spion für Russland sitzt in Untersuchungshaft. Dem ukrainischen Staatsangehörigen wird geheimdienstliche Agententätigkeit vorgeworfen.

Ein Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs habe den Haftbefehl gegen den Ukrainer Vadym Y. in Vollzug gesetzt, teilte die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe am Freitag mit. Der Mann war am Donnerstag in Brandenburg festgenommen worden.

Y. soll nach Erkenntnissen der Karlsruher Ermittler für einen russischen Nachrichtendienst in Deutschland militärisch relevante Informationen zusammengetragen haben. Dabei sei es unter anderem um die Produktion von Panzerfahrzeugen, Munition und Explosivstoffen gegangen.

Informationen zu Nato-Ostflanke im Visier

Darüber hinaus soll der Beschuldigte Informationen über Personal und militärische Anlagen an Standorten zur Sicherung der Nato-Ostflanke gesammelt haben. Einige dieser Informationen seien öffentlich zugänglich gewesen, so die Bundesanwaltschaft. Für andere habe Y. gezielt Personen aus der europäischen Rüstungsbranche „abgeschöpft“.

Seit Juli 2025 soll der Ukrainer den Angaben zufolge über einen Mittelsmann in Kontakt mit einem russischen Nachrichtendienst gestanden haben. Die Bundesanwaltschaft wirft ihm geheimdienstliche Agententätigkeit vor. (mit AFP)

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