Zum Start der Rübenkampagne prüft Mecklenburg-Vorpommern schwerere Lkw für den Transport von Zuckerrüben. Künftig könnten Fahrzeuge während der Rübenernte möglicherweise mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 44 statt bislang 40 Tonnen unterwegs sein. Das teilte das Landwirtschaftsministerium zum Start der diesjährigen Ernte in Anklam mit.
Nach Berechnungen des Landes könnten durch die höhere Zuladung rund 11.500 Lkw-Touren und etwa 1,5 Millionen gefahrene Kilometer pro Kampagne eingespart werden. Landwirtschaftsminister Till Backhaus (SPD) sagte, vier Tonnen mehr Zuladung könnten Transporte effizienter machen, Kosten senken und zugleich Verkehr sowie CO₂ vermeiden. Entschieden sei allerdings noch nichts.
„Diesen Parteizirkus braucht das Land nicht“: BSW will parteiunabhängigen Ministerpräsidenten auch in MV
Milchpreis bricht ein: Bauern droht Verlust von Zehntausenden Euro
Zuckerrübenernte in MV startet mit guten Aussichten
Ein vergleichbares Pilotprojekt läuft seit August bereits in Sachsen-Anhalt. Dort dürfen Rübentransporte auf einer rund 30 Kilometer langen Strecke zwischen Alsleben und Eisleben mit bis zu 44 Tonnen Gesamtgewicht fahren. In Mecklenburg-Vorpommern sei die Lage komplizierter, weil zahlreiche und teils deutlich längere Strecken betroffen wären.
Auf rund 26.400 Hektar wachsen in Mecklenburg-Vorpommern in diesem Jahr Zuckerrüben. Das Ministerium erwartet mittlere bis gute Erträge. Der Zuckerertrag könnte erstmals über 15 Tonnen je Hektar liegen. Im vergangenen Jahr wurden in Anklam mehr als 1,8 Millionen Tonnen Rüben von 311 Betrieben verarbeitet.
Ihre Meinung ist uns wichtig. Senden Sie uns Ihr Feedback zu diesem Artikel an: [email protected]