Sven Schulze übernimmt auch den CDU-Fraktionsvorsitz im Magdeburger Landtag. Er trat überraschend zur Wahl an und setzte sich in einer Kampfabstimmung gegen Amtsinhaber Guido Heuer mit acht zu sieben Stimmen durch.
Der Wahlerfolg der AfD in Sachsen-Anhalt hat Altkanzlerin Angela Merkel tief getroffen. Das sei „einfach schockierend“, sagte die frühere CDU-Parteichefin bei der Digitalmesse Digital X der Deutschen Telekom in Köln.
„Mir als CDU-Mitglied blutet das Herz“, sagte die Christdemokratin, die von 2005 bis 2021 Bundeskanzlerin war. „Das ist ein Einschnitt, ein wirklicher Einschnitt, den wir in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland erleben.“
Neben Hessens Ministerpräsident Boris Rhein hat sich auch der frühere Ministerpräsident Thüringens, Bodo Ramelow (Linke), nach dem AfD-Wahlsieg zur Brandmauer geäußert. „Ich halte vom Begriff Brandmauer nichts. Das Gerede über Abwehrkoalitionen schadet der Demokratie.“
Der Rekordsieg der AfD bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt hat am Montag ein bundesweites Echo ausgelöst. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) fand bei einer Pressekonferenz am Mittag deutliche Worte: „Wir sind alle zutiefst schockiert, wir haben es in dieser Form so nicht erwartet.“
AfD hatte 39 Sitze gewonnen
Im Landtag von Sachsen-Anhalt werden damit 39 der 83 Sitze an die AfD gehen. Die CDU-Fraktion schrumpft auf nur noch 15 Mandate. Die SPD, die Grünen und die Linke erhalten demnach jeweils acht Mandate. Das BSW zieht mit fünf Abgeordneten in das Landesparlament ein.
Zuvor hatte die Landeswahlleitung in Halle an der Saale bekannt gegeben, dass die AfD mit Spitzenkandidat Ulrich Siegmund auf 43,8 Prozent kommt. Die CDU von Ministerpräsident Sven Schulze erreichte 17,2 Prozent.
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In den Magdeburger Landtag zogen außerdem die SPD mit 9,3 Prozent, die Grünen mit 8,9 Prozent, die Linke mit 8,6 Prozent und das BSW mit 5,3 Prozent ein. Die FDP scheiterte dagegen mit 2,6 Prozent am Wiedereinzug. Zuletzt war sie noch in sechs der 16 Landesparlamente vertreten.
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