Nach einem Übergriff auf das Personal einer Regionalbahn zwischen Ottendorf-Okrilla und Laußnitz hat die EVG eine Doppelbesetzung im Zugbegleitdienst gefordert. „Die wichtigste Maßnahme wäre die Doppelbesetzung, damit kein Zugbegleiter mehr allein im Zug arbeiten muss“, sagte der stellvertretende EVG-Vorsitzende Kristian Loroch.
Täglich gebe es gewalttätige Angriffe auf Zugpersonal, erklärte Loroch. „Ein Drittel der Bahn-Beschäftigten denkt schon jetzt daran, wegen der Sicherheitslage den Job zu wechseln.“ Politik und Bahnunternehmen müssten endlich wirksame Maßnahmen für mehr Sicherheit ergreifen.
Nach Angaben der Bundespolizei hatten ein 16-Jähriger und ein Begleiter am Samstagabend verbotswidrig die Gleise überquert. Eine Zugbegleiterin fotografierte den Vorgang und wurde daraufhin im Zug von den beiden bedrängt. Als der Lokführer seiner Kollegin zu Hilfe eilte, sei er von dem Jugendlichen ins Gesicht geschlagen und getreten worden, teilte die Bundespolizei mit.
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Täter wurde in Waldstück gestellt
Ein 23 Jahre alter Fahrgast sprühte den Angaben zufolge Reizgas in Richtung des Angreifers, der daraufhin flüchtete. Durch das Reizgas wurden auch der Lokführer, die Zugbegleiterin sowie ein weiterer Fahrgast verletzt.
Der alkoholisierte 16-Jährige wurde laut Bundespolizei später in einem Waldstück von Einsatzkräften gefasst. Er habe auch ein verbotenes Einhandmesser bei sich getragen. Seine Begleitperson wurde ebenfalls gestellt.
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