Die Technische Universität Berlin hat personelle Konsequenzen aus den jüngsten Gebäudeschließungen wegen Baumängeln gezogen. Der Leiter der Bauabteilung sei von seinen Aufgaben und seiner Arbeit freigestellt worden, bestätigte ein TU-Sprecher der Deutschen Presse-Agentur (dpa).
Die Abteilung IV werde nun kommissarisch geführt, hieß es weiter. Die Mitarbeiter der Abteilung seien bereits am Dienstag über die Personalentscheidung informiert worden, später sei eine Rundmail an die Belegschaft gegangen.
Brand-Löschanlage als wiederkehrendes Problem
Hintergrund der Freistellung sind mehrere Vorfälle in den vergangenen Wochen. Am 9. Mai musste das Hauptgebäude der Universität am Ernst-Reuter-Platz in Charlottenburg wegen Baumängeln geschlossen werden. Zwischen dem 5. und 11. Juni blieb zudem die Universitätsbibliothek, die gemeinsam von der TU und der Universität der Künste Berlin genutzt wird, für Reparaturarbeiten geschlossen.
Am Samstag wurde bekannt, dass auch das Gebäude Bergbau- und Hüttenwesen (BH-N) mit Hörsälen und Seminarräumen den Betrieb einstellen musste. Gutachter hatten die Brand-Löschanlage bei einer Prüfung als nicht betriebsfähig eingestuft.
Die Probleme mit diesem Anlagentyp sind kein Einzelfall: Laut einer Mitteilung des Berliner Senats von vor wenigen Wochen ist die häufiger verbaute Löschanlage seit Längerem ein Thema, das die Berliner Hochschulen beschäftigt.
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