Der Berliner Tierpark beherbergt erstmals seit 2020 wieder Elefanten. Wie die Einrichtung mitteilte, sind die Leitkuh Pori, ihre Tochter Tana sowie die drei Enkeltiere Tamika, Elami und Simon in die neu errichtete Anlage eingezogen. Ab dem 27. Juni soll die fünfköpfige Familie der Öffentlichkeit zugänglich sein. Nach Angaben des Tierparks wurden die Afrikanischen Elefanten von den Mitarbeitern euphorisch empfangen.
Zoo- und Tierpark-Direktor Andreas Knieriem sprach von einem neuen Kapitel für eine Tierart, die seit Eröffnung des Tierparks zu dessen Geschichte gehöre. In den kommenden Wochen werde sich die Familie schrittweise in ihrem neuen Zuhause einleben.
Leitkuh Pori wurde 1981 in Simbabwe geboren und 1983 in die DDR gebracht. Ihr erstes Kalb kam 2001 in Berlin zur Welt und lebte später als Elefantenkuh im Zoo Halle, wo es drei weitere Kälber bekam. Seit 2020 leben die drei Generationen zusammen – zunächst in Halle, nun wieder in Berlin.
52 Millionen Euro für eine der modernsten Anlagen Europas
Die neue Anlage zählt nach Angaben des Tierparks zu den modernsten in Europa. Auf rund 20.000 Quadratmetern entstand eine naturnah gestaltete Savannenlandschaft, in der die Elefanten gemeinsam mit Zebras, Giraffen und Antilopen zu sehen sind. Bis zu 15 Tiere sollen dort künftig in natürlichen Familienverbänden leben.
Vorausgegangen war ein langwieriger Umbau: 2020 verließen alle damals im Tierpark gehaltenen Asiatischen und Afrikanischen Elefanten die Einrichtung, 2021 begann der Abriss der alten Anlage, 2022 folgte der Neubau des Elefantenhauses. Die Kosten für das Vorhaben beliefen sich zwischenzeitlichen Angaben zufolge auf rund 52 Millionen Euro und gehören damit zu den größten Investitionen des Tierparks. Lieferschwierigkeiten, Materialengpässe und Preissteigerungen führten zu deutlichen Verzögerungen im Zeitplan.
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