Nach schweren Überschwemmungen in Nepal ist der Verbleib von 291 ausländischen Touristen unklar. Das teilte die nepalesische Tourismusbehörde am Mittwoch auf X mit. Unter den Reisenden sind demnach unter anderem Staatsangehörige aus Indien, Großbritannien und den USA. Bei zahlreichen Personen war die Staatsangehörigkeit bei zunächst nicht bestätigt. Insgesamt sei der Aufenthaltsort von 384 Reisenden unbekannt, so die Behörde.
Santosh Panta, leitender Beamte des Nepal Tourism Board, erklärte laut der Deutschen Presse-Agentur, dass unter den Vermissten auch Deutsche und Spanier seien.
Die Überschwemmungen trafen am Mittwoch vor allem Gebiete im Himalaja nahe der Grenze zu Tibet, wie Reuters berichtet. Im nepalesischen Bezirk Rasuwa wurden demnach Häuser und Straßen von den Wassermassen mitgerissen. Mindestens 95 Menschen kamen dem Bericht zufolge ums Leben.
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Xi Jinping ordnet Such- und Rettungsmaßnahmen an
Besonders betroffen sind die Orte Syapru Besi und Timure. Rettungshubschrauber konnten Reuters zufolge dort zunächst nicht landen, weil der Fluss Bhote Koshi weiterhin über seinem normalen Pegel stand. Regierungschef Balendra Shah forderte Bewohner in gefährdeten Gebieten entlang des Flusses auf, sich in höher gelegene Gebiete zu begeben.
Im chinesischen Tibet meldeten die Behörden dem Bericht zufolge mehrere Vermisste, nachdem ein Erdrutsch den Grenzübergang Gyirong getroffen hatte. Der chinesische Präsident Xi Jinping ordnete laut der staatlichen Nachrichtenagentur Xinhua an, umfassende Such- und Rettungsmaßnahmen einzuleiten.
Die Ursache des aktuellen Hochwassers war zunächst unklar. Nepals Außenminister Shisir Khanal erklärte laut Reuters, erste Berichte würden darauf hindeuten, dass ein Erdbeben in der Region eine Lawine ausgelöst und die Überschwemmungen verursacht haben könnte.
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