Zwei Wochen vor der Bundestagswahl treffen Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) und Unions-Kanzlerkandidat Friedrich Merz (CDU) an diesem Sonntag im ersten von zwei geplanten TV-Duellen aufeinander. Die 90-minütige Debatte wird ab 20:15 Uhr live auf ARD und ZDF übertragen und von Maybrit Illner und Sandra Maischberger moderiert.
Zusätzlich zur TV-Übertragung bieten die öffentlich-rechtlichen Sender eine digitale Alternative: Auf der Streaming-Plattform Twitch lädt „tagesschau together“ zu einer virtuellen Watch Party ein. Wie die ARD in einer Mitteilung am Samstag bekannt gab: „Die Hosts Felix Edeha und Hanin Kleemann geben einen Einblick hinter die Kulissen, ordnen die Positionen der Kandidaten ein und beantworten Fragen aus der Community. Mit dabei sind die Creator Levi Penell und ‚hedgefonds.henning‘ sowie die Journalistin Eva Schulz. Die gemeinsame virtuelle Watch Party startet um 19 Uhr.“
Scholz gegen Merz: Erstes TV-Duell heute Abend mit Illner und Maischberger – mit überraschenden Regeln
Bereits im Vorfeld gibt es jedoch Kritik an der Besetzung der Kommentatoren. Nachdem vergangene Woche die Zusammensetzung des Publikums bei der ZDF-Sendung „Schlagabtausch“ für Diskussionen sorgte – es bestand vor allem aus eher linken Studenten –, stehen nun erneut Vorwürfe gegen die öffentlich-rechtlichen Sender im Raum. Besonders in sozialen Netzwerken wie X äußern Nutzer Zweifel an der Neutralität der Watch-Party-Gäste.
So weist unter anderem der ÖRR Blog darauf hin, dass Levi Penell, einer der Kommentatoren, erst kürzlich gemeinsam mit Klimaaktivistin Luisa Neubauer gegen Friedrich Merz demonstrierte. Zudem war er im Vorstand der Grünen in Charlottenburg-Wilmersdorf aktiv. In einem Beitrag auf X heißt es: „Die Tagesschau Together Watchparty zum #TVDuell Scholz gegen Merz moderiert Levi Penell, der vor Kurzem zusammen mit Luisa Neubauer gegen Friedrich Merz demonstrierte.“
„Warum ist Levi Penell, der Mitglied bei den Grünen ist und allen ernstes sagt das Friedrich Merz ein ‚Sicherheitsrisiko für die Demokratie‘ sei Gast bei eurer Watchparty?“, fragen nun User auf X.
Andere gehen noch weiter und bezeichnen Penell als „Grünen Merz-Hasser“. Sie sehen in seiner Beteiligung den nächsten ÖRR-Skandal heraufziehen.
Sicher ist: Diesmal wird genau hingeschaut – und zwar nicht nur auf das, was die Kandidaten sagen.
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