Baltikum

Nato meldet: Sechs russische Militärflugzeuge abgefangen

Die Nato fing in dieser Woche nach eigenen Angaben mehrere russische Militärflugzeuge ab. Dabei kamen französische und schwedische Jets zum Einsatz.

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Zwei schwedische Gripen-Jets (Symbolbild)

Zwei schwedische Gripen-Jets (Symbolbild)

© Jonathan Nackstrand/AFP

Kampfflugzeuge der Nato haben nach Angaben des Militärbündnisses am 2. Juni mehrere russische Militärmaschinen abgefangen. Diese hätten sich im „baltischen Zuständigkeitsbereich“ befunden, wie das Nato Air Command auf X mitteilte.

Laut Erklärung starteten zwei französische Kampfjets vom Stützpunkt Šiauliai in Litauen, um die russischen Flugzeuge abzufangen – darunter ein Kampfflugzeug vom Typ Su-35, ein Militärtransporter Il-76 sowie je eine Su-24 und eine Su-34. Zwei weitere Flugzeuge seien gemeinsam mit zwei schwedischen Gripen-Kampfjets abgefangen worden.

Frankreich meldet: Elf Vorfälle in einer Woche

Ein Sprecher der französischen Streitkräfte erklärte laut Reuters am Donnerstag, im Rahmen der Nato-Luftraumüberwachung über dem Baltikum seien französische Kampfflugzeuge binnen einer Woche elfmal aufgestiegen, um russische Militärmaschinen abzufangen.

Die abgefangenen russischen Maschinen seien ohne Flugplan und ohne Funkkontakt unterwegs gewesen, sagte der Sprecher Guillaume Vernet dem Bericht zufolge. Nach seiner Einschätzung könnte Moskau mit den Einsätzen in derselben Woche, in der Russland das Internationale Wirtschaftsforum in St. Petersburg ausrichte, seine militärische Stärke demonstrieren wollen, berichtete Reuters.

Die Nato betreibt die Baltic Air Policing Mission seit dem Beitritt Estlands, Lettlands und Litauens im Jahr 2004. Sie sichert den Luftraum der drei Staaten durch rotierende Einsätze von Nato-Kampfjets, die fehlende eigene Kapazitäten ausgleichen.

Vorfälle nicht ungewöhnlich

Solche Abfangmanöver gelten nicht als ungewöhnlich. So hatte die Nato laut Reuters bereits im Jahr 2023 erklärt, dass ihre Kampfflugzeuge aufgrund russischer Militärmaschinen in einem Jahr mehr als 300 Mal alarmiert worden seien, meist über der Ostsee. Verletzungen des Nato-Luftraums durch russische Maschinen seien selten und meist von kurzer Dauer gewesen, teilte das Bündnis zu diesem Zeitpunkt mit.

Im April dieses Jahres hatten französische Rafale-Jets gemeinsam mit Maschinen aus Schweden, Finnland, Polen, Dänemark und Rumänien zwei russische Überschallbomber vom Typ Tu-22M3 sowie rund zehn Begleitjets über der Ostsee begleitet, wie die Nachrichtenagentur AP berichtete. Das russische Verteidigungsministerium erklärte dem Bericht zufolge damals auf Telegram, der Flug sei planmäßig über neutralen Gewässern erfolgt und habe internationalen Regeln entsprochen.

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