Die Neuvertragsmieten in Mehrfamilienhäusern sind im zweiten Quartal um 3,2 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum gestiegen. Das teilte der Verband deutscher Pfandbriefbanken (VDP) mit, in dem rund 50 Immobilienfinanzierer zusammengeschlossen sind, darunter Deutsche Bank, Commerzbank sowie Bausparkassen und Sparkassen. Der Druck habe im Vergleich zu den vorherigen Quartalen aber etwas nachgelassen, hieß es.
In den sieben größten Städten legten die Mieten mit 1,5 Prozent deutlich schwächer zu als bundesweit. Besonders auffällig ist die Entwicklung in Berlin: Dort stiegen die Neuvertragsmieten laut VDP nur um 0,6 Prozent und damit so wenig wie in kaum einer anderen Metropole. Den stärksten Anstieg verzeichnete Düsseldorf mit 3,6 Prozent.
Die Daten des Verbands beruhen nach eigenen Angaben auf realen Vertragsabschlüssen von mehr als 700 Banken und gelten als belastbar. In Deutschland fehlen nach Schätzungen rund eine Million Wohnungen. Zugleich werde häufig auf dem Land gebaut, während in den Ballungsräumen die Nachfrage das Angebot deutlich übersteige, so der Verband.
Immobilienpreise ziehen ebenfalls an
Auch die Kaufpreise für Wohnungen und Häuser sind im zweiten Quartal gestiegen, und zwar um 1,9 Prozent im Jahresvergleich und um 0,3 Prozent gegenüber dem ersten Quartal. In den sieben Metropolen legten die Preise mit 2,1 Prozent etwas stärker zu. Am stärksten verteuerten sich Immobilien in Hamburg (3,8 Prozent), gefolgt von Köln (2,5 Prozent) sowie Frankfurt und Düsseldorf (je 2,4 Prozent). Berlin lag mit 1,6 Prozent im hinteren Bereich, Stuttgart mit 0,7 Prozent am Ende. Im ersten Quartal hatten die Preise in den Metropolen teils noch um mehr als 4,0 Prozent zugelegt.
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Der Wohnungsmangel treibe Mieten und Preise nach oben, erklärte der VDP. Hauptgeschäftsführer Jens Tolckmitt lobte die Reformen der Bundesregierung, die mit dem sogenannten Bau-Turbo und dem vereinfachten Gebäudetyp E Genehmigungen beschleunigen und Baukosten senken will. „Dass Planungsverfahren drastisch beschleunigt werden sollen und von übertriebenen technischen Anforderungen abgewichen werden kann, ist genau das richtige Signal an alle Marktakteure“, sagte Tolckmitt. (mit dpa)
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