Die New York Times hat neue Einzelheiten im Konflikt zwischen der Moderatorin und Schauspielerin Collien Fernandes und ihrem Ex-Ehemann Christian Ulmen veröffentlicht. Nach Angaben des Blattes wertete die Zeitung über mehrere Monate Dokumente, digitale Spuren und Gespräche mit Fernandes aus.
Im Mittelpunkt stehen Vorwürfe von Fernandes, wonach Ulmen über Jahre hinweg digitale Profile unter ihrem Namen angelegt und darüber Kontakt zu Männern aufgenommen haben soll. Der Fall war bereits im Frühjahr durch Recherchen des Spiegel öffentlich geworden und hatte eine Debatte über digitale Gewalt und Identitätsmissbrauch ausgelöst.
Kontakte zu 30 Männern
Laut dem Bericht der New York Times soll Ulmen in einer E-Mail an seinen Anwalt eingeräumt haben, unter der Identität seiner damaligen Ehefrau mit rund 30 Männern sexuelle Online-Kontakte geführt zu haben. Zugleich habe er demnach Bedauern über sein Verhalten geäußert. Zu den kontaktierten Personen habe nach Angaben der Zeitung auch ein Versicherungsvertreter gehört, mit dem das Paar beruflich zu tun hatte.
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Die Zeitung berichtet außerdem über Unterlagen, die ihr zufolge ChatGPT-Anfragen Ulmens dokumentieren sollen. Darin habe er unter anderem gefragt, wie sich Kontaktpersonen dazu bewegen ließen, E-Mails zu löschen, ohne dass dies als Einflussnahme auf mögliche Zeugen gewertet werden könne.
Fernandes erklärte gegenüber der amerikanischen Zeitung, Ulmen habe ihr im Dezember 2024 in einem Hotel in Deutschland gestanden, hinter den fraglichen Profilen zu stehen. Als Motiv habe er demnach Neugier genannt, welche Männer sich für sie interessierten. Die Zeitung zitiert Fernandes mit der Darstellung, Ulmen habe sein Verhalten als eine Art voyeuristische Neugier beschrieben.
Eine Stellungnahme Ulmens zu den neuen Vorwürfen wurde in den Berichten nicht erwähnt. Nach Angaben mehrerer Medien reagierte er auf eine Anfrage der NYT nicht. Die juristische Aufarbeitung des Falls ist nach wie vor nicht abgeschlossen. In Deutschland dauern Ermittlungen zu den Vorwürfen an.
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