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Noch 88 Tage: Sparkasse schaltet App ab – danach wird Ihre Karte im Netz abgelehnt

S-ID-Check wird abgeschaltet: Bis zum 31. Januar 2027 müssen Sparkassen-Kunden ihre Karte in die S-pushTAN-App umziehen. So gelingt der Wechsel jetzt.

4 Min
Wer mit seiner Sparkassen-Karte online bezahlt, braucht für die Freigabe bald die App S-pushTAN. Die alte App S-ID-Check wird abgeschaltet. (Symbolbild)

Wer mit seiner Sparkassen-Karte online bezahlt, braucht für die Freigabe bald die App S-pushTAN. Die alte App S-ID-Check wird abgeschaltet. (Symbolbild)

© imago

Wer Online-Einkäufe mit seiner Sparkassen-Karte noch über die App S-ID-Check bestätigt, hat noch 88 Tage. Am 31. Januar 2027 schalten die Sparkassen die App ab.

Danach scheitert jede Online-Zahlung, die eine Freigabe verlangt und nicht über die App S-pushTAN läuft. Die Bank lehnt sie schlicht ab.

Der eigentliche Engpass ist nicht die App, sondern die Post. Wer S-pushTAN noch nicht eingerichtet hat, braucht einen Registrierungsbrief, der laut den Sparkassen einige Tage unterwegs ist. Wer im Dezember Geschenke online bestellen will, sollte sich deshalb nicht bis Januar Zeit lassen.

Sparkasse stellt S-ID-Check ein: Welcher Termin gilt

Die Sparkasse Hannover und die Förde Sparkasse nennen den 31. Januar 2027 als Stichtag. Auch der Dachverband DSGV sprach gegenüber der dpa von Ende Januar.

Die Berliner Sparkasse schreibt dagegen, dass der Support für S-ID-Check schon Ende 2026 endet. Ob dort danach technisch noch Freigaben möglich sind, lässt das Institut offen.

Neu anmelden lassen sich Karten in S-ID-Check ohnehin nicht mehr. Das ist seit dem 16. Januar 2026 vorbei.

Welche Karten betroffen sind – und welche Zahlungen nicht

Betroffen sind Sparkassen-Kreditkarten, die Kreditkarte Basis und Sparkassen-Cards mit Debit-Mastercard- oder Visa-Debit-Funktion. Eine neue Karte brauchen Sie für den Wechsel nicht.

Im Laden und am Geldautomaten ändert sich nichts. Es geht allein um Einkäufe im Internet, bei denen das Sicherheitsverfahren 3-D Secure eine Bestätigung verlangt. Bei Visa heißt es „Visa Secure“, bei Mastercard „Identity Check“.

Ausgetauscht wird nur die App, mit der Sie die Zahlung bestätigen. Das Verfahren selbst bleibt.

S-ID-Check oder S-pushTAN? So prüfen Sie Ihren Stand

Viele Kunden sind längst umgestellt, ohne es zu wissen. Bei teilnehmenden Sparkassen sehen Sie den Status im Online-Banking unter „Card Control“, wie die Ruhr Nachrichten berichten.

Noch einfacher ist der Praxistest beim nächsten Online-Kauf, etwa am Black Friday am 27. November. Öffnet sich die Freigabe in S-pushTAN, sind Sie durch und können S-ID-Check vom Handy löschen. Darauf weist auch inside digital hin.

Meldet sich noch die alte App, ist diese Karte nicht umgestellt. Bis Weihnachten bleiben dann knapp vier Wochen, um es nachzuholen.

So klappt der Umstieg auf S-pushTAN

Wie aufwendig der Wechsel ist, hängt davon ab, wie Sie bisher Bankgeschäfte erledigen.

Sie nutzen S-pushTAN schon für Überweisungen: Dann dauert es nur Minuten. In der aktuellen App-Version führt laut Finanz Informatik, dem IT-Dienstleister der Sparkassen, ein Überführungsassistent durch die Registrierung. Klicken Sie unbedingt bis zur Erfolgsmeldung durch.

Sie nutzen chipTAN mit Kartenleser: chipTAN dürfen Sie für Überweisungen behalten. S-pushTAN richten Sie nur zusätzlich für Kartenzahlungen ein. Dafür schickt die Sparkasse einen Registrierungsbrief, den Sie mit der App einscannen.

Sie haben kein Online-Banking: Auch dann klappt die Umstellung, über die 3-D-Secure-Seite der Sparkassen. Laut Sparkasse Schwaben-Bodensee kommen Registrierungsbrief und Aktivierungspasswort dann getrennt per Post.

Bei Kreditkarten muss jeder Karteninhaber seine Karte selbst anmelden. Die Partnerkarte erledigt sich nicht automatisch mit.

Nach erfolgreichem Wechsel hebt die Sparkasse die alte Registrierung in S-ID-Check laut dem Institut aus Hannover automatisch auf. Die App S-pushTAN ist kostenlos.

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Frist verpasst? Das passiert dann

Ihr Konto wird nicht gesperrt, und im Laden funktioniert Ihre Karte weiter. Wer den 31. Januar verpasst, kann S-pushTAN auch im Februar noch aktivieren, wie Netzwelt schreibt.

Bis die Freischaltung durch ist, scheitern aber alle Online-Zahlungen mit Karte, die eine Bestätigung brauchen. Wer erst dann den Brief anfordert, kann tagelang nicht mit Karte im Netz bezahlen.

Vorsicht vor falschen Sparkassen-Nachrichten

Betrüger nutzen die Umstellung gezielt aus. Sie verschicken E-Mails und SMS, die zu einem angeblichen „Update“ von S-ID-Check auffordern und auf gefälschte Seiten führen.

Klicken Sie nie auf solche Links. Öffnen Sie die App direkt oder tippen Sie die Adresse Ihrer Sparkasse selbst ein. PIN und TAN fragt die Sparkasse weder per Mail noch per SMS oder Telefon ab.

Lehnen Sie außerdem jede Freigabe-Anfrage in S-pushTAN ab, die Sie nicht selbst ausgelöst haben.

Unser Rat: Vor Black Friday umstellen

Der 31. Januar klingt weit weg. Wer auf einen Brief angewiesen ist und im Dezember online Geschenke kauft, sollte die Umstellung aber in den nächsten drei Wochen erledigen.

Schon im Oktober hatten wir über das Ende von S-ID-Check berichtet.

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