Die Verbraucherpreise in Deutschland sind im August im Vergleich zum Vorjahresmonat um 2,9 Prozent gestiegen. Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Donnerstag mitteilte, bestätigte es damit seine erste Schätzung. Wesentlicher Treiber der Teuerung sind laut Behörde die hohen Ölpreise auf dem Weltmarkt. Sogenannte Zweitrundeneffekte auf die Preise für Dienstleistungen und Lebensmittel blieben demnach vorerst aus.
Energie so teuer wie seit mehr als drei Jahren nicht
Energieprodukte verteuerten sich binnen Jahresfrist um 10,5 Prozent. Das ist nach Angaben des Statistikamts der stärkste Anstieg seit mehr als drei Jahren. Zum Vergleich: Im Februar 2023 hatten sich die Energiepreise infolge der Verknappung durch den Ukraine-Krieg um 19,1 Prozent erhöht.
Besonders deutlich zeigt sich laut Bundesamt derzeit „die vor allem durch den Iran-Krieg verursachte Teuerung der Energie bei den Kraftstoffen“. Diese kosteten 27,7 Prozent mehr als im August 2024. Leichtes Heizöl war sogar fast 50 Prozent teurer als vor einem Jahr. Günstiger wurden dagegen Strom (minus 5,5 Prozent) und Gas (minus 2,9 Prozent).
Lebensmittel insgesamt stabil – Eier und Butter mit Ausschlägen
Die Preise für Nahrungsmittel veränderten sich im Vorjahresvergleich nur um 0,1 Prozent. Einzelne Produkte entwickelten sich jedoch stark auseinander: Eier verteuerten sich um 15,2 Prozent, Fisch und Meeresfrüchte um 4,4 Prozent. Deutlich günstiger waren dagegen Butter (minus 29,9 Prozent) und Molkereiprodukte (minus 5,5 Prozent).
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Dienstleistungen kosteten 2,8 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Die Teuerung in diesem Bereich habe sich damit weiter abgeschwächt, teilte das Statistikamt mit. Die für die Preisentwicklung wichtigen Nettokaltmieten stiegen im August um 1,9 Prozent. (mit dpa)
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