Energiekrise

Ölpreisschock treibt Inflation in Thüringen auf 3,2 Prozent

Auch in Thüringen spürt man die Folgen des Iran-Kriegs. Die Preise schnellen in die Höhe. Insbesondere Heizöl, Sprit und Speichermedien wurden teurer.

OAZ
2 Min
Nicht nur an Tankstellen, sondern auch in anderen Bereichen spürt der Thüringer Verbraucher die Folgen des Irankriegs finanziell.

Nicht nur an Tankstellen, sondern auch in anderen Bereichen spürt der Thüringer Verbraucher die Folgen des Irankriegs finanziell.

© Rene Traut/IMAGO

Der Ölpreisschock infolge des Iran-Krieges hat die Verbraucherpreise in Thüringen deutlich nach oben getrieben. Waren und Dienstleistungen waren im April durchschnittlich 3,2 Prozent teurer als noch ein Jahr zuvor, wie das Statistische Landesamt mitteilte. Eine höhere Inflationsrate gab es zuletzt im Freistaat im Jahr 2023. Im März lag die Jahresteuerungsrate noch bei 2,7 Prozent.

Der Krieg im Nahen Osten hat das Heizen und Tanken enorm verteuert. Ohne Heizöl und Kraftstoffe hätte die Jahresteuerung bei 2,1 Prozent gelegen, hieß es. Besonders stark fiel der Preisanstieg im Verkehr aus. Hier lagen die Preise um 9,0 Prozent über dem Niveau von April 2025. Ausschlaggebend waren vor allem deutlich teurere Kraft- und Schmierstoffe, die insgesamt 31,6 Prozent mehr kosteten als ein Jahr zuvor. Die Preise für Dieselkraftstoff stiegen dabei um 47,9 Prozent, Superbenzin verteuerte sich um 27,1 Prozent.

Auch in anderen Bereichen mussten Verbraucher tiefer in die Tasche greifen. Alkoholische Getränke und Tabakwaren wurden im Jahresvergleich um 4,0 Prozent teurer, Tabakwaren allein um 6,2 Prozent. Bestattungsleistungen und Friedhofsgebühren erhöhten sich um 6,0 Prozent.

Preisschock bei Speichermedien

Moderater fiel der Anstieg bei Nahrungsmitteln und alkoholfreien Getränken aus, die sich um 0,9 Prozent verteuerten. Deutlich teurer wurden hingegen Speichermedien wie USB-Sticks oder Speicherkarten, deren Preise um 24,0 Prozent anzogen.

Im Vergleich zum Vormonat zogen die Preise um 0,9 Prozent an. Insbesondere Heizöl und Kraftstoffe verteuerten sich im Vergleich zum März nochmals deutlich um 9,6 Prozent. Heizöl allein legte binnen Monatsfrist um 5,0 Prozent zu. Autofahrer spürten die Preissteigerungen ebenso deutlich in ihren Portemonnaies: Der Preis für Superbenzin stieg erneut um 8,9 Prozent und der für Dieselkraftstoff sogar um 13,1 Prozent. (mit dpa)

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