CDU und Liberale haben die Pläne der SPD-Fraktion begrüßt, die Lärmschutzgesetze so zu ändern, dass die Geräusche von spielenden Kindern von Anwohnern und Nachbarn toleriert werden müssen. Damit sollen künftig Fälle wie der einer Kita verhindert werden, gegen die ein Nachbar wegen zu großen Lärms der Kinder erfolgreich geklagt hatte.Der CDU-Fraktions- und Landesvorsitzende Frank Henkel erklärte, endlich habe auch die SPD erkannt, dass es nicht angehe, wenn die Berliner Gerichte Kinderlärm mit dem Krach von Presslufthämmern und Kreissägen gleichsetzen. Die Änderung des Landesimmissionsschutzgesetzes in diesem Punkt sei richtig und wichtig für die Entwicklung von Kindern. "Ihre teilweise überschäumende Lebensfreude sollte uns glücklicher und nicht griesgrämiger machen."Die CDU habe mit vielen Anträgen im Parlament längst darauf hingewiesen, "dass für uns Kinderlärm Zukunftsmusik ist." Die CDU wolle zudem nicht nur Klagen gegen die Einrichtung von Schulen, Kindergärten und Spielplätzen in Wohngegenden ausschließen lassen, "sondern auch hausinterne Geräuschkulissen - in Form von Hausmusik in den eigenen vier Wänden und im nachbarschaftlichen Rahmen - unanfechtbar machen."Der FDP-Abgeordnete Sebastian Czaja sieht ebenfalls "dringenden Handlungsbedarf, Berlin noch kinderfreundlicher zu gestalten". Im Kern begrüße die FDP daher den Vorstoß der SPD-Fraktion. Ziel einer Gesetzesänderung müsse aber ein fairer Interessenausgleich zwischen allen Beteiligten sein. "Denn auch andere Menschen haben Rechte - so auch ein Recht auf angemessene Ruhe." (tr.)
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