US-Sanktionen

Ostbeauftragte hält Lage der PCK Schwedt für sicher

Laut der Ostbeauftragten der Bundesregierung herrscht nun Planungssicherheit für die PCK Schwedt. Der Standort sei gesichert, so Elisabeth Kaiser vor einem Besuch der Raffinerie.

OAZ
3 Min
Laut Elisabeth Kaiser gibt es nun Planungssicherheit für neue Investitionen an der PCK-Raffinerie Schwedt.

Laut Elisabeth Kaiser gibt es nun Planungssicherheit für neue Investitionen an der PCK-Raffinerie Schwedt.

© dpa

Die Ostbeauftragte der Bundesregierung, Elisabeth Kaiser, hält die Lage der PCK Schwedt für sicher. „Es gibt Planungssicherheit für neue Investitionen am Standort Schwedt“, sagte Kaiser der Deutschen Presse-Agentur vor einer Visite der Raffinerie im Nordosten Brandenburgs. Die Raffinerie nordöstlich von Berlin versorgt Teile der Hauptstadt, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Westpolen mit Sprit, Heizöl, Kerosin und anderen Produkten. Seit 2023 verarbeitet sie kein russisches Pipeline-Öl mehr.

„Die Bundesregierung hat die deutsche Rosneft-Tochter und damit auch deren Anteil an der Raffinerie unter Treuhandverwaltung der Bundesnetzagentur gestellt. Das sichert den Standort als wichtigsten Lieferanten für Erdölprodukte in Ostdeutschland und damit Tausende von Arbeitsplätzen“, sagte Kaiser.

„Auch die Gefahr, dass die PCK-Raffinerie von den Sanktionen gegen Russland betroffen wäre, ist gebannt. Damit sind längerfristig die Rohöllieferungen, die Zahlungsabwicklung und damit der Betrieb der PCK-Raffinerie abgesichert.“

Produktion von klimafreundlichem Kerosin

Die Staatsministerin besucht das PCK wenige Wochen nach der Ankündigung aus dem US-Finanzministerium, dass die unter Treuhandverwaltung stehenden deutschen Tochtergesellschaften des russischen Unternehmens Rosneft dauerhaft von US-Ölsanktionen verschont bleiben sollen.

In Schwedt zeigen sich nach Angaben der Ostbeauftragten exemplarisch die Herausforderungen und Chancen für einen Wandel zu einem umweltfreundlichen Industriestandort. „Mit meinem Besuch bei der PCK-Raffinerie möchte ich mir ein umfassendes Bild davon machen, wie dieser Transformationsprozess vor Ort Fahrt aufnimmt. Für die PCK-Raffinerie steht dabei auch der Ausbau zu klimaneutraler Produktion im Mittelpunkt“, sagte Kaiser. Die Bundesregierung fördere ein Wasserstoffprojekt, bei dem klimafreundliches Kerosin in Schwedt produziert werden soll, mit 245 Millionen Euro. „So werden Arbeitsplätze gesichert und neue industrielle Perspektiven für den Standort eröffnet.“

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Viele Jahre verarbeitete die PCK-Raffinerie nur russisches Öl aus der Pipeline Druschba. Nachdem die Bundesregierung sich aufgrund des Kriegs in der Ukraine dazu entschied, ab 2023 auf russisches Pipeline-Öl zu verzichten, stellte die Raffinerie auf andere Quellen um. Die PCK gehört mit etwa 1200 Beschäftigten zu 54 Prozent deutschen Töchtern des russischen Staatskonzerns Rosneft, die der Bund wegen des Kriegs unter Treuhandverwaltung stellte. Nach einer neuen Regelung darf der Bund dauerhaft die Kontrolle über Rosneft Deutschland übernehmen. (mit dpa)

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