Die Bundesregierung beschäftigt sich mit Szenarien für die stillgelegten Nord-Stream-Gasleitungen in der Ostsee. Wie das Handelsblatt berichtet, würden verschiedene Optionen geprüft, darunter eine mögliche Wiederinbetriebnahme oder eine alternative Nutzung. Die Zeitung beruft sich auf Philipp Steinberg, Abteilungsleiter Wirtschaftspolitik im Wirtschaftsministerium.
Die Röhren, die einst Russlands Gas nach Deutschland transportierten, sind seit den Explosionen im September 2022 außer Betrieb. Seither gibt es Diskussionen über ihre weitere Verwendung. Eine vollständige Reparatur gilt als unwahrscheinlich, doch Teile der Leitungen könnten für Wasserstoffprojekte oder andere Energievorhaben genutzt werden.
Aktuell „keine konkreten Pläne“ für Gaslieferungen aus Russland
Experten verweisen allerdings auf politische und technische Hürden. Da sich die Pipelines im Eigentum des russischen Gazprom-Konzerns befinden, wäre eine Nutzung ohne dessen Zustimmung schwierig. Zudem sind die Sanktionen gegen Russland ein weiteres Hindernis.
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Das Wirtschaftsministerium bestätigte, dass verschiedene Möglichkeiten analysiert würden, betonte jedoch, dass es derzeit „keine konkreten Pläne“ für eine Wiederaufnahme der Gaslieferungen gebe. Die EU setzt im Kontext des russisch-ukrainischen Krieges ohnehin auf eine Abkehr von russischer Energie.
Die Zukunft der Nord-Stream-Röhren bleibt also ungewiss – während die Debatte über die Sicherheit der deutschen Energieversorgung weitergeht.
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