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Thomas Flehmer
2 Min

Macht es derzeit überhaupt noch Spaß, in der Automobilbranche tätig zu sein?Ja, es ist spannend und macht Spaß.Aber es ist eine schwierige Zeit......zurzeit ja. Was es schwierig macht, ist die ungewisse Zukunft. Aber alle Hersteller müssen damit umgehen. Wichtig für uns ist, gut aufgestellt durch diese Krise zu kommen.Kann die Billigmarke Marke Dacia zum Profiteur der Krise werden?Wir streben mit Dacia einen Marktanteil um ein Prozent an. Renault liegt bei fünf Prozent, und wird die Kernmarke bleiben.Renault gehört zwar zu den Herstellern mit den niedrigsten CO2-Emissionen, dennoch fehlen alternative Antriebe. Haben Sie den Trend verschlafen?Wir versuchen, alle Register zu ziehen, wobei es aber unterschiedliche Zeitschienen gibt. Mittelfristig setzen wir auf das Elektroauto, langfristig auch auf den Hybrid. Downsizing und die Entwicklung von Biokraftstoffen sind bereits heute zentrale Themen für uns. Wir forschen in allen Bereichen, weil wir nicht wissen, in welche Richtung sich der Trend entwickelt.Die Start-Stopp-Automatik gehört aber nicht dazu?Wir haben keinen festen Zeitplan, aber Start-Stopp gehört zu den Technologien, an denen wir arbeiten.Renault bietet ab 2011 in Israel, Portugal, Dänemark, USA, Japan und Monaco Elektroautos an. Wieso nicht auf dem für Sie so wichtigen deutschen Mark?Wir denken natürlich über alle Märkte nach. Zurzeit gibt es aber nichts Konkretes für Deutschland. Es sind immer mehrere Partner nötig. Renault entwickelt das Auto, unser Allianz-Partner Nissan stellt die Batterie, und wir suchen einen Partner, der das Netz stellt, damit die Batterien wieder aufgeladen werden können. Wir gehen davon aus, dass sich die Technologie europaweit entwickeln wird.Viele Hersteller wie Daimler mit dem Smart oder BMW mit dem Mini sind schon einen Schritt weiter und starten die ersten Pilotprojekte in Berlin. Renault müsste doch eigentlich auch schon jetzt präpariert sein?Pilotprojekte laufen auch schon bei Renault. Wir starten 2011 großflächig in den genannten Ländern mit drei Fahrzeugmodellen, einem auf der Basis des Mégane, einem auf der Basis des Kangoo und ein total neue entwickeltes Elektroauto.Das Gespräch führte Thomas Flehmer------------------------------Foto: Jacques Rivoal, Deutschland-Chef von Renault, findet die Krise spannend

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