Feiern im James-Simon-Park

Partys in Berliner Parks: Bezirksamt Mitte gegen Park-Einzäunung

Das Nachtleben hat sich in die Berliner Parks verlagert, immer wieder rückt die Polizei an. Politiker Tom Schreiber (SPD) wollte den James-Simon-Park einzäunen.

Christian Gehrke Team News dpa/chg
2 Min
Immer wieder wurde der James-Simon-Park in Berlin-Mitte in den letzten Tagen von der Polizei geräumt. Auch in der Hasenheide in Berlin-Neukölln kommt es zu Großeinsätzen der Polizei.

Immer wieder wurde der James-Simon-Park in Berlin-Mitte in den letzten Tagen von der Polizei geräumt. Auch in der Hasenheide in Berlin-Neukölln kommt es zu Großeinsätzen der Polizei.

© dpa/Paul Zinken

Mit Blick auf ausufernde Partys in Berliner Parks hatte die Gewerkschaft der Polizei (GdP) alternative Angebote für Jugendliche angemahnt. „Klar ist, dass die Bezirke hier in der Pflicht sind“, sagte GdP-Sprecher Benjamin Jendro am Montag der Deutschen Presse-Agentur. Man habe es leider im vergangenen Jahr versäumt, Konzepte zu entwickeln, und es auch dieses Jahr nicht geschafft. Laut Jendro kommen Zugangskontrollen, Zäune und Security ab einer bestimmten Uhrzeit in Frage.

Berlin: James-Simon-Park und Hasenheide immer wieder geräumt

Nach wie vor rückt die Polizei wegen der Corona-Pandemie bei großen Partys aus. In der Nacht zum Sonntag hatten Tausende in der Hasenheide in Berlin-Neukölln gefeiert. Die Polizei räumte weite Teile des Parks.

Ähnliches spielte sich im kleinen James-Simon-Park gegenüber der Museumsinsel ab. Der SPD-Abgeordnete Tom Schreiber forderte am Wochenende bei Twitter, dieser Park solle dauerhaft eingezäunt werden, ab 22.00 Uhr sollte man nicht mehr reinkommen. Das spare große Polizeieinsätze, die Grünanlage könne sich erholen. Er empfahl, das Ganze als Pilotprojekt zu probieren.

Nach Angaben des Bezirksamtes Mitte ist für den Volkspark am Weinberg mit Anwohnern am Runden Tisch Weinbergsweg eine Einzäunung diskutiert und vom Bezirksamt geprüft worden. Eine Einzäunung würde etwa 180.000 Euro kosten. Sie wurde von einer Mehrheit der Anwesenden eher kritisch gesehen, hieß es.

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