Die Autorenvereinigung PEN Berlin nimmt erneut ein Unbehagen in der Gesellschaft auf. Nachdem sie 2024 vor den Landtagswahlen in 37 ostdeutschen Städten von Annaberg bis Zwickau öffentliche Gespräche zum Thema Meinungsfreiheit organisierte, steht nun die Frage nach Heimat im Zentrum. Probleme, eine Wohnung zu finden, die unbefriedigende Verkehrssituation, die Gesundheitsversorgung, Kriminalität und Einsamkeit beschäftigen viele Menschen. „All diese und weitere Ängste lassen sich in einem Motiv bündeln: die Angst vor dem Verlust des Vertrauten“, schreibt PEN Berlin in der Ankündigung. Es geht also um die „Angst vor dem Verlust von Heimat“.
Mit Eva Menasse und Julia Ruhs
Die Reihe beginnt im Südwesten Deutschlands, in Baden-Württemberg, wo am 8. März ein neuer Landtag gewählt wird. In 22 Orten von Mannheim (26. Januar) bis Stuttgart (25. Februar) sprechen Schriftstellerinnen und Schriftsteller wie Francesca Melandri, Eva Menasse und Feridun Zaimoglu miteinander, Medienleute wie Julia Ruhs, Kai Diekmann und Denis Scheck sowie Politiker wie Boris Palmer und Richard Arnold.
Im März soll das Format in Rheinland-Pfalz, im August und September in Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Berlin fortgesetzt werden. Es scheine ihm der richtige Weg, die Auseinandersetzung zu suchen, sagt PEN-Berlin-Sprecher Deniz Yücel. „Besser, als in Berlin zu sitzen, unsere Demokratie zu beschwören und dabei zuzusehen, wie die Menge derer, die mit diesem Possessivpronomen bezeichnet wird, immer kleiner wird.“
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Wie es im Jahr 2024 gehandhabt wurde, soll das Publikum „nicht ehrfürchtig den Gästen lauschen, um am Ende zwei, drei hastige Fragen zu stellen, sondern ist eingeladen, mitzusprechen – mit dem Podium, aber auch untereinander“. Deshalb sind die Veranstaltungsorte oft gleich so gewählt, dass sie einen direkten Kontakt leichter ermöglichen als etwa ein Theater. Gemeindesäle und die Räume von Sportvereinen sind dabei.
Die Reihe wird unterstützt u.a. vom Deutschen Bundestag, dem Bundesbeauftragten für Kultur und Medien und dem Bundesprogramm „Demokratie leben!“. Der Abschluss wird in Berlin stattfinden, im Heimathafen Neukölln.
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