Boeing soll den neuen Tarnkappen-Kampfjet der US Navy entwickeln. Nach Angaben des Pentagons hat der US-Konzern dafür einen Entwicklungsauftrag im Wert von 20 Milliarden Dollar erhalten, berichtet Reuters. Boeing setzte sich dabei gegen den Konkurrenten Northrop Grumman durch.
Der Auftrag umfasst laut Reuters die Entwicklung und den Bau von Testflugzeugen. Defence News schreibt unter Berufung auf eine Mitteilung des Pentagons, dass mehrere Flugzeuge für Tests am Boden und in der Luft sowie für die Erprobung der System- und Waffenintegration beschafft werden sollen.
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Nachfolger der Super Hornet
Das derzeit als F/A-XX bezeichnete Flugzeug soll nach Angaben von Reuters und dem Wall Street Journal die trägergestützten F/A-18E/F Super Hornet ersetzen. Die ersten Serienmaschinen sollen laut Reuters in den 2030er-Jahren ausgeliefert werden.
„Der Kampfjet der sechsten Generation bedeutet einen Quantensprung in der Luftüberlegenheit und wird den besten Piloten der Welt beispiellose Fähigkeiten verleihen, um zu kämpfen, zu siegen und sicher nach Hause zurückzukehren“, sagte der Marineminister Hung Cao laut Defence News.
Reuters zufolge soll der neue Jet unter anderem über fortgeschrittene Tarnkappeneigenschaften sowie eine größere Reichweite und Ausdauer verfügen. Zudem soll er mit unbemannten Kampfflugzeugen und den trägergestützten Luftverteidigungssystemen der Navy zusammenarbeiten können.
Boeing erhält zweiten Großauftrag
Mit dem F/A-XX erhält Boeing innerhalb von zwei Jahren bereits den zweiten großen Auftrag für einen US-Kampfjet der sechsten Generation. Reuters zufolge hatte das Unternehmen im vergangenen Jahr bereits den Zuschlag für den F-47 der US Air Force erhalten. Damit ist Boeing laut Wall Street Journal der alleinige Hersteller der sechsten Generation von taktischen Kampfflugzeugen für die US Air Force und die Navy.
Northrop Grumman war der letzte verbliebene Konkurrent Boeings im F/A-XX-Wettbewerb. Lockheed Martin war laut Reuters bereits im März 2025 aus dem Auswahlverfahren ausgeschieden.
Das Programm war zuvor unter anderem wegen Finanzierungsproblemen und Bedenken hinsichtlich der verfügbaren Ingenieurs- und Zulieferkapazitäten wiederholt verzögert worden. Nach Angaben von Reuters hatten einige Pentagon-Verantwortliche eine Verschiebung um bis zu drei Jahre erwogen. Der US-Kongress stellte jedoch zusätzliche Mittel für das Programm bereit.
Reuters zufolge könnte das Programm über seine gesamte Laufzeit auf einen Umfang von mehreren hundert Milliarden Dollar anwachsen, wenn die Produktion hochgefahren wird und möglicherweise auch internationale Kunden Bestellungen aufgeben.
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