Peter Spieth hatte in diesem Jahr den Ruf auf eine W3-Professur für Anästhesiologie an einer anderen Fakultät erhalten. Er lehnte ab. Zum 1. Oktober wurde er stattdessen auf die W3-Professur für Anästhesiologie und Intensivtherapie an der TU Dresden berufen, sagte Esther Troost, Dekanin der Medizinischen Fakultät.
Nun soll Spieth auch die Klinik und Poliklinik für Anästhesiologie und Intensivtherapie leiten, wie das Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden am Mittwoch mitteilte. Die bisherige Direktorin Thea Koch übergibt die Leitung im Frühjahr 2027 und geht in den Ruhestand. Zunächst führen beide die Klinik gemeinsam, sagte Uwe Platzbecker, Medizinischer Vorstand des Uniklinikums.
Koch kam 1998 als stellvertretende Direktorin an die Klinik, vier Jahre später übernahm sie die Leitung. Von 2006 bis 2013 war sie zudem Studiendekanin der Medizinischen Fakultät. In ihrer Klinik führte sie ein innerklinisches Notfallteam und jährliche Schulungen aller klinisch tätigen Beschäftigten ein.
Spieth studierte in Tübingen und Dresden und kam 2006 an die Klinik, deren stellvertretender Direktor er seit 2018 ist. 2016 übernahm er die Leitung der anästhesiologischen Intensivstation. Während der Corona-Pandemie hatte er eine zentrale Rolle bei der Koordination der intensivmedizinischen Versorgung im Krankenhaus-Cluster Ostsachsen.
Über 170 Ärztinnen und Ärzte der Klinik leisten im Team mit dem Pflegepersonal circa 35.000 Anästhesieverfahren pro Jahr und behandeln über 1500 Patienten auf der Intensivstation.
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„Ich bin sehr froh, dass wir mit Prof. Spieth einen langjährigen, geschätzten Mitarbeiter für diese verantwortungsvolle Führungsposition gewinnen konnten“, sagte Koch.
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