Die japanische Raumfahrtbehörde Jaxa und die europäische Raumfahrtagentur Esa haben am Donnerstag in Berlin ein Memorandum zur Zusammenarbeit bei der Asteroidenabwehr unterzeichnet. Das teilte Jaxa am Freitag mit. Beide Seiten schlossen zugleich eine gesonderte Kooperationsvereinbarung zur Mission Ramses, die den erdnahen Asteroiden Apophis untersuchen soll.
Unterzeichner waren laut Jaxa der Präsident der Behörde, Yamakawa Hiroshi, und Esa-Generaldirektor Josef Aschbacher. Gastgeber war die italienische Botschaft gemeinsam mit der italienischen Raumfahrtagentur ASI. Den Hauptauftrag für die Mission hatte die Esa zuvor an das Raumfahrtunternehmen OHB Italia, die italienische Tochter des Bremer Raumfahrtkonzerns, vergeben.
Japanischer Beitrag
Jaxa liefert nach eigenen Angaben leichte Solarflügel für die Stromversorgung der Sonde und eine Wärmebildkamera, die Oberflächentemperaturen misst. Zudem startet die Behörde die Sonde mit der japanischen Trägerrakete H3. Ramses wird damit zu einer gemeinsamen Mission von Esa und Jaxa.
Der Missionsname Ramses ist die Abkürzung für Rapid Apophis Mission for Space Safety. Die Sonde soll 2028 starten und Apophis vor dessen Erdvorbeiflug 2029 erreichen, um Daten für die Asteroidenabwehr zu sammeln, wie die Esa mitteilt.
Vorbeiflug 2029
Das Fachmagazin Sky & Telescope berichtet, dass Ramses im April 2028 startet und Apophis um den 1. März 2029 erreicht. Der Asteroid ist dann noch rund 24 Millionen Kilometer von der Erde entfernt. An Bord sind dem Bericht zufolge acht wissenschaftliche Instrumente und zwei Kleinsatelliten, die sich von der Sonde trennen und Apophis aus der Nähe untersuchen.
Apophis misst laut Sky & Telescope rund 450 mal 170 Meter. 2029 kommt der Asteroid der Erde bis auf etwa 32.000 Kilometer nahe, ohne sie zu treffen. Die Vereinten Nationen haben 2029 zum Internationalen Jahr der Aufklärung über Asteroidengefahren und der planetaren Verteidigung erklärt. Jaxa und Esa hatten bereits im November 2024 vereinbart, eine Zusammenarbeit in diesem Bereich zu prüfen.
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