Reichstenliste-2026

Plus 9,5 Milliarden Euro: Dieser Deutsche aus dem Silicon Valley ist der Gewinner der Reichstenliste

Reichste Deutsche 2026: Andreas von Bechtolsheim steigert sein Vermögen auf 27,7 Milliarden Euro und steht auf Platz sechs der Reichstenliste.

3 Min
Andreas von Bechtolsheim (Archivbild von 2014): Der Silicon-Valley-Unternehmer hat sein Vermögen laut Reichstenliste in einem Jahr um 9,5 Milliarden Euro gesteigert.

Andreas von Bechtolsheim (Archivbild von 2014): Der Silicon-Valley-Unternehmer hat sein Vermögen laut Reichstenliste in einem Jahr um 9,5 Milliarden Euro gesteigert.

© Imago

9,5 Milliarden Euro in zwölf Monaten: So viel hat Andreas von Bechtolsheim laut der neuen Reichstenliste dazugewonnen. Der Deutsche lebt seit Jahrzehnten im Silicon Valley.

Sein Vermögen stieg von 18,2 auf 27,7 Milliarden Euro. Damit steht er auf Platz sechs der 500 reichsten Deutschen, die das Manager Magazin vergangene Woche veröffentlicht hat.

In den Top Ten wuchs nur die Darmstädter Familie Merck stärker. Ihr Sprung auf 50,7 Milliarden Euro beruht allerdings auf einer Neubewertung.

Wer ist Andreas von Bechtolsheim?

Bechtolsheim stammt vom Ammersee in Bayern. Bekannt wurde er als Mitgründer von Sun Microsystems und als einer der ersten Investoren von Google.

Sein Geld kommt heute vor allem aus Arista Networks, das er ebenfalls mitgegründet hat. Die Firma baut die Netzwerktechnik, über die in Rechenzentren riesige KI-Systeme miteinander verbunden werden.

Das Geschäft läuft glänzend. Im zweiten Quartal 2026 stieg der Umsatz um fast 38 Prozent auf gut drei Milliarden Dollar. Die Aktie lag Mitte September rund 52 Prozent über dem Stand vom Jahresbeginn.

KI-Boom kostet die SAP-Gründer Milliarden

Derselbe Boom hat in der Liste auch Verlierer, und zwar ausgerechnet die Gründer von SAP.

Die Familie des gebürtigen Berliners Hasso Plattner, der heute in Potsdam lebt, kommt auf 15,6 Milliarden Euro. Das sind 2,1 Milliarden weniger als vor einem Jahr. Auch SAP-Mitgründer Dietmar Hopp verliert.

Der Hauptgrund dürfte die SAP-Aktie sein. Sie hatte im Sommer rund ein Drittel ihres Werts seit Jahresbeginn verloren. Anleger fürchten, dass KI-Programme klassische Unternehmenssoftware überflüssig machen.

Neu in der Liste: n8n-Gründer aus Berlin

SAP wehrt sich, indem es sich bei KI-Firmen einkauft. Eine davon sitzt in Berlin: n8n, 2019 gegründet von Jan Oberhauser, heute 43. Er steht zum ersten Mal unter den 500 reichsten Deutschen.

Mit der Software von n8n automatisieren Unternehmen Routinearbeit, ohne selbst Code zu schreiben. Im März 2025 war die Firma rund 350 Millionen Dollar wert. Seit dem Einstieg von SAP im Mai 2026 wird sie mit 5,2 Milliarden Dollar bewertet.

Das Geld aus Walldorf hat damit nicht die eigenen Gründer reicher gemacht, sondern einen Berliner aus genau der Branche, vor der sich die SAP-Aktionäre fürchten.

Ebenfalls neu ist Roboter-Gründer David Reger, 38, von Neura Robotics aus Metzingen.

BMW-Erben und Familie Reimann im Minus

Die BMW-Großaktionäre Susanne Klatten und Stefan Quandt fallen von Platz zwei auf Platz vier. Ihr Vermögen sank von 36,1 auf 33,3 Milliarden Euro.

Die Familie Reimann (JAB Holding, Keurig Dr Pepper) verliert 2,5 Milliarden Euro und steht mit 21,5 Milliarden auf Platz sieben. Im Plus liegen dagegen die Aldi-Süd-Familien Albrecht und Heister: 29,8 Milliarden Euro, Platz fünf.

Über die neue Nummer eins und die Verluste der Porsche-Familie haben wir bereits berichtet.

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Heute dürfte Bechtolsheim noch reicher sein

Alle Werte sind Schätzungen. Aktien bewertet das Magazin mit den Schlusskursen vom 15. September 2026.

Für Bechtolsheim ist die Rechnung damit schon wieder überholt. Die Arista-Aktie hat seit dem Stichtag weiter zugelegt und Anfang Oktober ein Rekordhoch erreicht. Auf dem Papier dürfte er inzwischen noch einige Milliarden mehr besitzen.

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