Riesiger Jubel bei Dynamo Dresden. Der Zweitligist setzte sich in der zweiten Runde des DFB-Pokals am Mittwochabend mit 2:0 (0:0) gegen Bundesliga-Aufsteiger FC Schalke 04 durch. Die Sachsen stehen damit im Achtelfinale. Wer dann der nächste Gegner sein wird, entscheidet sich bei der Auslosung am Sonntag.
Thomas Stamm nimmt keine Wechsel vor
Die Gastgeber wollten das Pokalspiel als Außenseiter auch für die nötige Wiedergutmachung nach dem vergangenen Wochenende nutzen. Mit 0:3 waren die Sachsen bei Holstein Kiel untergegangen, dadurch in der 2. Bundesliga auf Rang 15 zurückgefallen. Gegenüber dem Spiel an der Förde nahm Trainer Thomas Stamm trotzdem keine Wechsel vor. Rotation oder Belastungssteuerung? Fehlanzeige!
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Im ausverkauften Rudolf-Harbig-Stadion waren beide Mannschaften während des kompletten ersten Durchgangs um Spielkontrolle bemüht. Chancen gab es bis zur 45. Minute keine. Da entschärfte Dynamo-Torhüter Lennart Grill einen Kopfball von Hee-Chan Hwang. Ansonsten stand die Dresdner Defensive sicher, ließ vor allem Schalkes Sturm-Oldie Edin Dzeko überhaupt nicht zur Entfaltung kommen.
Offensiv ging dafür auch nur wenig. Zielspieler Vincent Vermeij kam kaum einmal an Ball, dem Mittelstürmer mangelte es sichtlich an der Unterstützung seiner oft zu langsam nachrückenden Teamkollegen. Das torlose Remis zur Pause war respektabel und trotzdem hatte der Großteil der Zuschauer das Gefühl, dass gegen den arg harmlosen Bundesligisten mehr möglich wäre.
Vor dem Spiel beeindruckten die Dresdner Fans mit einer riesigen Choreographie.
© IMAGO/Eibner-Pressefoto/Bert Harzer
Exakt dieses Gefühl brachte die Stamm-Elf mit Beginn der zweiten Halbzeit auch auf den Platz. Simon Straudi hatte auf der linken Seite ausreichend Platz und Zeit für eine Hereingabe auf den zweiten Pfosten. Da nahm Patrice Covic den Ball kurz an und traf entschlossen zur Führung der Hausherren (54.). Schalke-Torhüter Loris Karius – in den ersten Saisonwochen fast konstant bester Spieler seines Teams – machte dabei keine glückliche Figur.
Christoph Daferner besorgt die Entscheidung
Dresden verteidigte die Führung danach äußerst souverän und hatte nach 72 Minuten die große Chance zur Entscheidung. Der Schuss von Ben Bobzien wurde im letzten Moment noch von Nikola Katic geblockt. Besser machte es Joker Christoph Daferner. Nach einem Eckball vom ebenfalls eingewechselten Alexander Rossipal köpfte der Stürmer zum 2:0-Endstand ein (88.). Karius sah ein weiteres Mal nicht gut aus.
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