Danach wurden im Bereich der politisch motivierten Gewaltkriminalität im Jahr 2021 bundesweit insgesamt 1890 Körperverletzungsdelikte registriert, ein Jahr später waren es 2118 Fälle. Die Bundesregierung weist in ihrer Antwort auf eine Anfrage der AfD-Bundestagsfraktion allerdings darauf hin, dass die Fallzahlen für das Jahr 2022 noch vorläufig sind, da bis zur Veröffentlichung der Statistik noch Nachmeldungen und Änderungen möglich seien.
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„Der sogenannte "Kampf gegen Rechts" wird seitens der Regierung sehr ernst genommen“, kommentierte der AfD-Abgeordnete Stephan Brandner die Zahlen. Andere Formen des gewaltbereiten Extremismus würden dagegen nicht ausreichend beachtet.
Mehr als 1000 politisch motivierte Gewalttaten aus rechtem Spektrum
Wie die Bundesregierung seiner Fraktion mitteilte, wurden nach den vorläufigen Zahlen etwas mehr als 1000 der insgesamt knapp 3600 politisch motivierten Gewalttaten des vergangenen Jahres Tätern aus dem rechten Spektrum zugeordnet. Bei etwas mehr als 700 Fällen geht die Polizei von einem links-ideologischen Hintergrund aus.
Rund 300 Gewalttaten wurden dem Bereich „Ausländische Ideologie“ zugeordnet. In dieser Kategorie werden beispielsweise Taten erfasst, die im Zusammenhang mit innertürkischen Konflikten stehen. Bei weniger als 50 Fällen wird eine religiöse Ideologie als Motiv angenommen – in der Regel ist das eine islamistische Gesinnung. Fast 1500 politisch motivierte Gewaltdelikte ließen sich den Angaben zufolge ideologisch nicht klar einer dieser Kategorien zuordnen.
Bei den Zahlen zur politisch motivierten Kriminalität werden die Fälle bereits zu Beginn des Verfahrens zugeordnet, es handelt sich um eine sogenannte Eingangsstatistik.
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