Polizei-Software arbeitet

Poliks ohne Vorführeffekt

Jan Thomsen
1 Min

Die neue Polizeisoftware Poliks hat nach Startschwierigkeiten jetzt den härtesten aller vorstellbaren Praxistests bestanden: Eine Live-Vorführung vor dem Innensenator und den Abgeordneten des Innenausschusses. Am Montag sahen Senator Ehrhart Körting (SPD) und die Parlamentarier in der Polizeidienststelle Kaulsdorf den Beamten um Poliks-Projektleiter Udo Rosentreter dabei zu, wie sie eine fiktive Straftat - eine Körperverletzung mittels eines Barhockers - in die Software eingaben. Und zwar "im Echtbetrieb", wie Rosentreter versicherte. Das heißt, die Daten von Täter ("Bodo Testböse") und Opfer ("Theo Testtrinker") waren zwar erfunden, wurden aber online in die Textmasken der Netzwerksoftware eingegeben, gespeichert und weitergeleitet. Ein Systemabsturz, vor kurzem noch häufig, blieb aus.Die Frage des Abgeordneten Volker Ratzmann (Grüne), warum Poliks insgesamt 73 Millionen Euro kostete, soll demnächst im Finanzausschuss geklärt werden. (jan.)

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